[Rezension] Suzuma, Tabitha – Broken – Der Moment, in dem du fällst

Quelle: Oetinger

Titel: Broken – Der Moment, in dem du fällst
Originaltitel: Hurt
Autor: Tabitha Suzuma
Übersetzer: Bernadette Ott
Erscheinungsdatum: 22. Februar 2016
Verlag: Oetinger 
ISBN: 978-378-91475-48
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 384
Preis: 17,99€

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Mathéos große Liebe ist Lola. Doch Mathéo ist auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders. Mit ihm versteht sich Mathéo blind. Doch dann gerät Mathéos Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf verletzt, kommt die Erinnerung zurück. Er wurde überfallen und brutal vergewaltigt. Als Lola davon erfährt, bittet sie ihn, zur Polizei zu gehen. Doch Mathéo hat ihr eines verschwiegen. Er kennt seinen Vergewaltiger.
Quelle: Oetinger
Tabitha Suzuma wurde 1975 als Tochter einer Engländerin und eines Japaners in London geboren. Sie studierte Französische Literatur am Londoner King’s College und arbeitete nach einer pädagogischen Zusatzausbildung als Grundschullehrerin. Seit 2006 hat sie mit großem Erfolg mehrere Romane für Jugendliche veröffentlicht. Zu »Forbidden« schreibt das britische Magazin The Bookseller: “Eine aufwühlende, eindringlich erzählte Geschichte, die sowohl Leser im Teenageralter als auch erwachsene Leser nicht so schnell vergessen werden”. Tabitha Suzuma wurde unter anderem  
Quelle: Oetinger
Mathéo hat zwei Leidenschaften: Turmspringen und seine große Liebe Lola. Für beides geht seine gesamte Freizeit drauf. Als er nach einer Siegesfeier mit Verletzungen aufwacht, ist nichts mehr wie es vorher war. Denn er spürt, nein, er weiß, dass etwas Schreckliches passiert ist. Nur langsam kommt er dahinter, denn sein Selbstschutz bewahrt ihn vor der schlimmen Erinnerung. Mathéo versucht auf seine Weise mit dem Überfall fertig zu werden und er hat ein riesiges Problem: Mathéo kennt den Täter. Aber er will dieses Geheimnis bewahren, denn er muss jemanden schützen. 
Ehrlich gesagt, bin ich, obwohl ich das Buch schon vor knapp einer Woche beendet habe, immer noch im Zwiespalt, was meine Meinung angeht. 
Ich war berührt von dem schrecklichen Geschehen, welches Mathéo erleben musste. Eine Vergewaltigung ist ein wirklich belastendes und schwerwiegendes Verbrechen und Mathéo versucht mit aller Macht, dieses Erlebnis für sich zu behalten. Er stürzt in ein Matyrium aus Verdrängen und Verarbeiten und ist innerlich dermaßen zerissen, dass es schon an Selbstzerstörung anreicht.
Es durchaus ein besonderes Buch mit einer sehr schweren und teils auch belastenden Thematik. Es gibt nicht viele Bücher, in dem ein Junge das Opfer einer Vergewaltigung ist. Es war mal interessant zu erfahren, wie sowas aus der Sicht empfunden und erlebt wird. Wie Mathéo daran fast zerbricht und versucht sich selbst zu retten. Seine Hilflosigkeit und die Unfähigkeit,die häufig nach solch einem Ereignis vorkommt, hat die Autorin verständlich und gut dargestellt. 
Aber: 
Tabitha Suzuma konnte mich trotzdem nicht vollends erreichen. Anstatt z. B. das Buch aus der Perspektive Mathéos zu schreiben, nimmt eine Art Erzähler diese Aufgabe ein. Dies nahm mir viel der emotionalen Bindung, die ich sonst vielleicht zu dem Protagonisten hätte aufbauen können.
Ich empfand auch zwischenzeitig die Beschreibungen von Mathéos Gefühlslage als anstrengend und zu viel.
 Ich habe relativ schnell verstanden, wie es dem Jungen erging und konnte dies auch gut nachvollziehen. Aber wenn man immer wieder lesen muss, wie schlecht es dem Opfer doch geht, geht einem beim Lesen die Puste aus. So erging es mir jedenfalls.
 Vielleicht wäre es auch hilfreich gewesen, wenn nicht schon der Klappentext verraten würde, was mit Mathéo geschehen ist. So wäre die Spannung einfach größer gewesen. Aber leider ist dem nicht so und so habe ich vielleicht auch wegen dem Klappentext, einen ganz anderen Handlungsaufbau erwartet. 
Ich möchte “Broken” nicht komplett zerreißen, denn das hat dieses Buch nicht verdient. Ob nun Mathèo oder die anderen Charaktere, sollen die Aufmerksamkeit bekommen, die angemessen ist. Und wer weiß, vielleicht wäre ich bei einem anderen Klappentext, sogar anders ans Buch herangegangen. Aber leider hat er mir schon ein wenig an Spannung genommen und meine Erwartungen ans Buch wurden leider so auch nicht hundertprozentig erfüllt. 

Tabitha Suzuma hat mich mit ihrem neuesten Werk “Broken – Der Moment, in dem du fällst” relativ zwiespältig zurückgelassen. Einerseits von der inneren Zerrissenheit des Protagonisten berührt, konnte mich die Autorin trotzdem nicht vollends erreichen. Ob’s nun am Erzählstil lag oder vielleicht doch am verräterischen Klappentext. Beim Lesen ging mir zwischendurch dank fehlender Spannung die Puste aus, so dass mich dieses Buch nicht hunderprozentig erreichen konnte.
Von mir gibt es
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