[Rezension] Smith, Jennifer E. – Dich immer wiedersehen

Quelle: Carlsen

Titel: Dich immer wiedersehen
Originaltitel: The Geography of you and me
Autor: Jennifer E. Smith
Übersetzer: Ingo Herzke
Erscheinungsdatum: 28. Juli 2016
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-355-155659-2
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 352
Preis: 17,99€

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Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen?
Quelle: Carlsen
Jennifer E. Smith wuchs in der Nähe von Chicago auf und studierte an der Colgate University. Sie hat bisher fünf Jugendbücher veröffentlicht, die in über 30 Sprachen übersetzt wurden. Heute lebt und arbeitet Jennifer E. Smith in New York City.
Quelle: Carlsen

Was einem alles so ein Stromausfall bescheren kann…. Lucy hätte wohl nie gedacht, dass sie in einem stehen gebliebenen Fahrstuhl auf Owen trifft. Er lebt im selben Hochhaus wie sie, sie ist ihm aber noch nie begegnet. Als besagter Stromausfall die gesamte Nord-Ostküste der U.S.A. lahm legt, finden die beiden ein Art Refugium, um sich den wahrscheinlichen Chaos der Stadt zu entziehen. Sie merken schnell, dass sie gut zueinander passen. Verpassen allerdings nach der ganzen Aufregung weiterhin Kontakt zu halten. Das Problem ist: Lucy zieht mit ihren Eltern nach England. Aber was ist dann mit Owen?

Tja, im Juli war dieses Buch ein absolutes Wunschbuch. Allein vom Cover her zog es mich an und auch der Klappentext weckte mein Interesse. Aber irgendwie ist das Buch dann in den uendlichen Weiten meines Regales “verschütt” gegangen. Das ist beschämend und traurig, denn eigentlich ist es die perfekte Lektüre für einen verregneten Sonntag nachmittag.

Lucy ist eine sehr selbstständig lebende 16-jährige. Ihre Eltern erkunden lieber die Welt als im “öden” New York zu versauern. Dadurch ist Lucy gezwungen, ihr Leben alleine zu organisieren. Freunde hat sie keine, nur der Portier in dem Hochhaus, in dem sie lebt, ist ein engerer Vertrauter. Als sie im Fahrstuhl auf Owen trifft, ist sie durchaus überrascht, dass so ein junger Mann ebenfalls hier lebt. Manchmal hat mir Lucy schon etwas leid getan, weil sie von ihren Eltern so “vernachlässigt” wird. Ihre große Sorge um ihre Tochter aufgrund des Stromausfalls äußert sich in eine 10-Minütige Umarmung nebst Unterhaltung. Danach ist alles wieder beim Alten und die Eltern gehen ihre Wege und lassen Lucy allein.

Auch Owen ist alleine. Er steckt mitten in der Trauerphase und zog mit seinem Dad in den Keller des Hochhauses. Dieser ist der dortige Hausmeister. Owen ist ein Einzelgänger. Anfangs merkt man dies sehr, da versucht Lucy aus dem Weg zu gehen. Aber die beiden arrangieren sich und verbringen einen schönen Abend und ebenso schöne Nacht miteinander – ohne das es körperlich wird.

Ich fand es toll, wie die zwei sich finden und die Not zur Tugend machen. Wo die Stadt New York in ein vermeintliches Chaos stürzen müsste, finden Lucy und Owen ihre Ruheinsel auf dem Dach des Hochhauses und philosophieren über alles und jeden. Diese Szene(n) hat mir sehr gut gefallen und ich hätte gerne mehr davon gehabt. Aber leider hat die Autorin diese Begegnung nicht so sehr betont, wie ich es mir gewünscht hätte.

Smith’ Fokus lag auf die Trennung und wie diese von den beiden erlebt und überwunden wird. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich diesen Teil des Buches manchmal schon etwas eintönig fand. Es hatte nichts mehr von diesem Zauber, den die Geschichte am Anfang versprüht hatte. Das fand ich sehr schade und ließ das erhoffte Highlight in ein anderes Licht erscheinen. Aber dennoch ist es eine süße Geschichte mit viel Romantik. Schade nur, dass die Autorin ihren Fokus auf etwas anderes gelegt hat.

Jennifer E. Smith hat mit “Dich immer wiedersehen” eine süße und romantische Geschichte für junge Leser geschrieben. Leider konnte sie den Zauber vom Anfang nicht bis zum Ende des Buches weitertragen. Dadurch verlor die Geschichte ein wenig dieser romantischen Atmosphäre. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und möchte euch dieses Buch gerne ans Herz legen.

Von mir gibt es 

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