[Rezension] Sheridan, Mia – Im nächsten Leben vielleicht

 

Mia Sheridan – Im nächsten Leben vielleicht
aus dem Amerikanischen von Ute Hege
 | ISBN: 978-3-492-30943-1 | Seiten: 336 | Erscheinungsdatum: 12. Januar 2017 | Verlag: Piper |Format: Taschenbuch | Preis: 9,99€


Kurzbeschreibung

Hunger, Schmutz, Verzweiflung. Das ist bitterer Alltag für Tenleigh und Kyland, die in einem armen Minenarbeiterdorf in den Bergen von Kentucky aufwachsen. Die einzige Chance, ihre trostlose Heimat für immer zu verlassen, ist das Stipendium des ortsansässigen Kohleunternehmens. Doch nur einer kann es gewinnen, alle anderen müssen bleiben. Da ist kein Platz für Freundschaft – oder Liebe. Trotzdem ändert sich alles, als Tenleigh und Kyland sich kennenlernen. Die beiden Konkurrenten wehren sich mit aller Kraft gegen ihre Gefühle füreinander, denn was passiert, wenn einer von ihnen gewinnt? Wenn nur einer gehen kann? Und der andere zurückbleibt?
Quelle: Piper

Autor

Mia Sheridan ist eine »New York Times«-Bestsellerautorin. Sie liebt es, sich Geschichten über Menschen auszudenken, die füreinander bestimmt sind. Mia lebt mit ihrem Ehemann in Cincinnati (Ohio). Sie haben vier Kinder hier auf der Erde, und eines im Himmel.

Quelle: Piper

Meine Meinung

Kayland und Tenleigh leben in Denville, einem Bergarbeiterort. Dort herrscht neben Perspektivlosigkeit auch eine große Armut. Auch Kayland und Tenleigh sind davon betroffen. Ihre Armut und das Schicksal der Bewohner in Denville prägte ihr ganzes Leben. Beide wollen die Chance auf ein Stipendium nutzen, welches sie aus dem verarmten Dorf herausholt. Obwohl beide Konkurrenten sind, kommen sie sich näher und verlieben sich sogar. Aber hat ihre Liebe eine Zukunft? Was ist wichtiger? Die Flucht aus dem Kaff oder die gegenseitige Liebe?

An diesem Buch hat mir vieles gut gefallen. Zum einen war es mal ein Young Adult, welches nicht mit dem üblichen Problemchen daher kommt. Mia Sheridan hat ihre Protagonisten nicht mit viel beschenkt.

Beide kommen aus krassen ärmlichen Verhältnissen und müssen tagtäglich mit dem wenigen Geld und dem Hunger klar kommen. Auch die zerrütteten Familienverhältnisse sind für dieses Leben nicht gerade förderlich und drücken noch mehr auf die Stimmung. Daher ist es für mich nur verständlich, dass Kayland und Tenleigh die Flucht aus dem Heimatort anstreben. Dafür sind beide darauf aus, das Stipendium zu erhalten. Sie lernen viel und hart, um ihr Ziel zu erreichen. Doch die Liebe kommt ihnen dann doch in die Quere.

Ich mochte beide Charaktere, auch wenn mir Kayland an den intimen Stellen manchmal etwas zu „vulgär“ war. Für mich passte dies nicht zur restlichen schönen und romantischen Atmosphäre im Buch und zu dem sonstigen Schreibstil der Autorin. Besonders die Schicksale der beiden fand ich bedrückend. Der eine ohne Eltern, die andere mit eine psychisch kranken Mutter aufgewachsen, müssen sie schnell lernen selbstständig zu sein. Sowohl Kayland als auch Tenleigh versuchen das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ob und wie dies den Beiden gelingt dürft ihr beim Lesen selbst herausfinden. Aber ich kann euch versprechen, dass es sich lohnt.

Die Autorin hat auf jeden Fall ein Händchen bewiesen und mal ein nicht ganz so typischen Buch im Genre Young Adult veröffentlicht. Oft ist das Genre ja von langweiligen Oberflächlichkeiten geprägt, aber hier herrschen echte Probleme, die mir manchmal auch Nahe gingen. Daher kann ich Mia Sheridan auch verzeihen, dass sie Kayland mit einer kessen Lippe ausgestattet hat. Die Autorin schreibt mit sehr viel Gefühl und recht flüssig. Das Buch hat man schnell dadurch schnell fertig, aber dies tut dem Spaß beim Lesen kein Abbruch. Wenn ihr also mal eine schöne Geschichte mit einem vielleicht nicht ganz alltäglichen Hintergrund lesen wollt, dann kann ich euch dieses Buch empfehlen.

Fazit

Wenn das Leben von Armut und Hunger geprägt ist, ist dies schwer nachzuvollzuziehen. Doch die Autorin Mia Sheridan schaffte es in „Im nächsten Leben vielleicht“ eine realistische und auch romantische Atmosphäre zu kreieren. Ihre Charaktere und ihr schöner Schreibstil konnten mich überzeugen. Eine Geschichte, die von viel Gefühl geprägt ist und auch zum Nachdenken anregt, kann ich euch einfach nur empfehlen.

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