[Rezension] Schoder, Sabine – Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

*~*~*Infos zum Buch*~*~*
Quelle: Fischer Verlag

Titel: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

Autor: Sabine Schoder
Verlag: Fischer KJB
ISBN: 978-3-7335-0151-8
Format: Klappenbroschüre
Seiten: 352
Preis: 12,99€


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~*~*Kurzbeschreibung*~*~*

Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut –  und so berauschend, dass sie süchtig macht

Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet. 

Wirklich. Kein großes Ding. So was passiert. Aber ausgerechnet ihr? Nein! Ganz. Sicher. Nicht. 

*~*~*Autor*~*~*

Foto: Bernd Schoder

Sabine Schoder, Jahrgang 1982, hat Graphikdesign in Wien studiert und einige Partys in dunklen Bars gefeiert. Ob sie ihren Jay Feretty dort gefunden hat, bleibt ein Geheimnis. Heute lebt sie fernab vom Großstadttrubel in Vorarlberg. ›Liebe ist was für Idioten. Wie mich.‹ ist ihr Debüt.

*~*~*Meine Meinung*~*~*

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass dieses Buch, welches, mal abgesehen vom Cover, relativ unscheinbar daher kommt, mich so berühren kann. Das Debüt von Sabine Schoder hat es wirklich in sich und bietet doch so viel mehr, als man zunächst ahnt. Bevor ich dieses Buch in der Hand hielt, war mir die Autorin relativ unbekannt. Es mag vermutlich daran liegen, dass “Liebe ist was für Idioten. Wie mich.” ihr Debüt ist und dieses Buch auch erst vor 2 Wochen erschienen ist. Jedenfalls ist dieses Buch jetzt daran Schuld, dass ich die Autorin nun weiterhin verfolgen werde. 

Die Protagonistin in diesem Buch ist Viktoria, genannt Viki. Sie ist 17 Jahre alt und Halbweise, die mit ihrem Stiefvater mehr schlecht als recht zusammenlebt. Als sie auf ihrer Geburtstagparty ein paar Tüten zu viel raucht, passiert das Unglaubliche. Sie schläft mit Jay Ferrety, dem Typen, den sie so gar nicht leiden kann.Oberflächlich betrachtet jedenfalls. Denn je tiefer sie in dieses “Abenteuer Jay” eintaucht, um so mehr gerät ihre Gefühlswelt durcheinander. Denn Jay ist gar kein so übler Kerl, in ihm steckt mehr als man denkt. Das heißt auch, ein paar Geheimnisse, die er vor Viki verstecken will, um sie und auch sich selber zu schützen. 

Schon nach den ersten Seiten habe ich Viki in die Liste meiner Lieblings-Charaktere aufgenommen. Mit ihren 17 Jahren ist sie schon ziemlich abgebrüht. Ihr Leben ist bisher nicht besonders toll verlaufen und sie muss sich mit einem Stiefvater herumschlagen, der sie überhaupt nicht leiden kann. Da bleibt es nicht aus, dass dieses Mädchen eine schon leicht selbstzerstörerische Art entwickelt hat, ihr Leben zu leben. Und doch ist Viki eine Kämpferin, die mutig genug ist, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ihr Kodderschnauze mochte ich von Beginn an und so mancher Spruch hat mich zum Lachen gebracht. Dieses Mädchen hat sich in mein Herz geschlichen und würde sie mir im echten Leben begegnen, hätte ich sie auch zur besten Freundin erwählt. 

Auch Jay passt sich gut dieser Geschichte an. Denn auch er ist nicht auf den Mund gefallen und alles andere als langweilig. Als ehemaliger Sänger einer Band hat er schon viele  weiblichen Kontakte ergattern können. Aber keine brennt sich anscheinend so in sein Hirn wie Viki. Doch man ahnt schnell, dass er ein Geheimnis hat, welches erst zum Ende hin offenbart wird. Nichtsdestotrotz ist Jay ein sympathischer Kerl, der seine Lieben, stets beschützt und sein Handeln klug überdenkt.

Mal abgesehen von den beiden Hauptcharakteren ist aber auch der Schreibstil von Sabine einfach nur klasse. Das Buch ist aus der Perspektive von Viki geschrieben, die mit ihrem schwarzen Humor und einer wirklich genialen Ironie, die ihres Gleichen sucht, durch den Alltag wandert. Wie schon erwähnt, mochte ich Vikis Kodderschnauze und die Dialoge, die sich dadurch ergeben haben. Die Autorin hat es geschafft, ein durchaus realistisches Bild zu kreieren, was mich sehr beeindruckt hat. 

Dieses Buch hat mich gefesselt, berührt und zum Lachen gebracht. Es reiht sich mit großer Wahrscheinlichkeit in die diesjährige Riege der Jahreshighlights ein. Denn selten finde ich ein Buch, dass man in einem Rutsch weglesen kann und sich trotzdem derart ins Gedächtnis brennt, dass man noch nach Tagen von diesem Leseerlebnis zerrt. Ich musste erstmal meine Gedanken sortieren, um diese Rezension zu schreiben.  Im Grunde reichen auch nur sechs Worte: Lest es! Lest es! Lest! 

*~*~*Fazit*~*~*

Selten gibt es Bücher, die mich schon von der ersten Seite an, berühren und fesseln. Sabine Schoder hat dieses Kunststück geschafft und mit diesem Debüt wahrlich ein kleines Meisterwerk geschrieben. Sympathische Charaktere und ein beeindruckender und nur so vor schwarzem Humor und Ironie triefender Schreibstil, macht dieses Buch für mich zu einem weiteren Jahreshighlight, welches sich noch lange in mein Gehirn brennen wird. Ich bin einfach begeistert und kann für dieses Buch nur meine vollste Leseempfehlung aussprechen.

Von mir gibt es 

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