[Rezension] Röder, Britta – Zwischen den Atemzügen

Quelle: Acabus Verlag 
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Titel: Zwischen den Atemzügen
Autor: Britta Röder
Verlag: Acabus Verlag
ISBN: 978-38628229-80
Format: Taschenbuch
Seiten: 232
Preis:  12,90€

Olli findet seinen Job in der Versicherung „zum Kotzen“ – 
was er leider direkt auf dem Schreibtisch seines Chefs unter Beweis stellt. Kopflos flieht er aus dem Büro und wird dabei beinahe von Leokadia überfahren. Auch sie hat ihre Gründe eilig aus Frankfurt herauszukommen. Olli springt zu ihr ins Auto und ein irrsinniger Roadtrip Richtung Frankreich und Spanien beginnt, in dessen Verlauf der Tod immer öfter seine Hände nach ihnen ausstreckt. Und schon bald zählt auch der Polizist Jean-Loup zu ihren Verfolgern … Gibt es ein Entkommen in einer Welt, in der letztendlich nur auf den Tod und den Zufall Verlass ist?
(Quelle: Acabus Verlag)

1967 in Trier geboren und in Mainz aufgewachsen, studierte Britta Röder bis zum Magisterabschluss in Mainz und Dijon Romanistik und Slavistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Sie arbeitet in Frankfurt/Main bei einem großen Fachzeitschriftenverlag und lebt in Südhessen, zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter.
Ihre eigene große Leidenschaft zur klassischen Literatur inspirierte sie zu ihrem Debüt-Roman ‚Die Buchwanderer‘, der 2011 im ACABUS Verlag erschien.
Auch mit ‚Zwischen den Atemzügen‘ (2014), ihrem zweiten Roman, schickt sie ihre Leserschaft auf eine Reise. Verfolgt von Tod und Zufall jagen ihre Protagonisten im Laufe einer irrwitzigen Roadstory von Frankfurt/Main quer durch Frankreich bis nach Spanien. Ob es ihnen am Ende gelingen kann, einen Ausweg aus dem engmaschigen Netz zu finden, das das Schicksal um sie gespannt hat?
„Ich mag Geschichten, die einen doppelten ‚philosophischen‘ Boden haben. Denn auch im wahren Leben stecken jede Menge solcher Rätsel.“ (Britta Röder, Juli 2014)
(Quelle: Acabus Verlag)

Britta Röder habe ich über Lovelybooks bei einer Leserunde zu ihrem Debüt „Die Buchwanderer“ kennengelernt. Schon dieses Buch hat mich schwer begeistert, weshalb ich ihr zweites Buch auch lesen wollte.
Jetzt kam ich endlich dazu. Und auch wenn mir Brittas Debüt besser gefallen hat, sagte mir auch dieses Buch zu.

Gleich zu Beginn lernen wir den, bei einer Versicherung arbeitenden, Olli kennen. Sein Traumberuf ist es nicht und nachdem Olli von seiner Firma die Möglichkeit bekommt, beruflich aufzusteigen, kriegt er buchstäblich das Kotzen und übergibt dich quer über den Schreibtisch seines Chefs.
Geschockt von alle dem verlässt Olli panisch das  Büro und auch seinen Arbeitsplatz.
Auf der Flucht wird er fast von Leokadia überfahren.
Auch sie will weg, denn sie hat Leukämie und will noch einmal was erleben oder läuft sie dem Tod davon?

Britta Röder hat eine sehr schöne und teilweise auch poetische Art Zeilen aufs Papier zu bringen. Mir sagt das sehr zu.
Daher fiel mir der Einstieg in dieses Buch auch leicht.

„Wie es sich wohl anfühlte zu wissen, dass man nicht auf die Zukunft zählen dürfte? Dass die einzige Zeit, auf die man sich verlassen konnte, das Hier und Jetzt war? Nur immer diese eine Moment zwischen den Atemzügen“ (Seite 165/166)


Zwei Menschen, die quasi am Scheidepunkt ihres Lebens stehen und über ihre Zukunft nachdenken wollen, werden auf eine Reise durch Europa geschickt und werden dabei, zwar auch vom Leben, aber besonders vom Tod verfolgt.
Denn dieser ist unnachgiebig und „mordet“ überall dort, wo sich Olli und Leokadia sich aufhalten.
Das wirft für die beiden nicht nur viele Fragen auf, sondern ruft auch einen kritischen Ermittler auf den Plan.

Leider konnte ich zu Olli und Leo keinen richtigen Draht aufbauen. Einige Entscheidungen und einige Wege konnte ich  durchaus nachvollziehen. Aber mehr ging auch nicht.

Leo ist sehr eigenbrötlerisch und kam mir manchmal sehr egoistisch rüber. Sie will ihren Weg gehen und ihr ist dann auch egal, was ihr Begleiter dazu sagt. 
Olli ist für mich ein Kerl ohne Rückgrat. Er hat sein Leben lang eher bequeme Entscheidungen getroffen. Anstatt einen Traum zu verfolgen, nahm er einen schnöden Job bei der Versicherung an. Auch ob er schon mal liebte oder einfach mal menschliche Gefühle, wurde nicht offenbart.
Das fand ich schade, weil es mir halt die Möglichkeit nahm, mit den Leuten warm zu werden.

Trotz meiner Kritikpunkte konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Denn als ich im Lesefluss war, wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte endet.
Das Ende hat mich dann auch wieder mit der Geschichte versöhnt. Denn Olli und Leo schließen auf ihre Art Frieden mit dem Schicksal, dem Leben und auch dem Tod. Und ich schließe auf meine Art Frieden mit den beiden.

„Zwischen den Atemzügen“ schickt den Leser auf eine poetische Reise durch Europa. Auch wenn ich mit den Protagonisten nicht warm wurde, hat mir Britta Röders zweiter Roman gefallen. Daher gebe ich ihm
*    *    *
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