[Rezension] Riley, Lucinda – Die Sieben Schwestern

*~*~*Infos zum Buch*~*~*

Titel: Die Sieben Schwestern 
Originaltitel: The Seven Sisters – Maia
Teil einer Reihe?: Ja, der erste von sieben
Autor: Lucinda Riley
Übersetzer: Sonja Hauser
Erscheinungstermin: 09. März 2015
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-31394-5
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 544
Preis: 19,90€
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*~*~*Kurzbeschreibung*~*~*

Maia ist die älteste von sechs Schwestern, die alle von ihrem Vater adoptiert wurden, als sie sehr klein waren. Sie lebt als Einzige noch auf dem herrschaftlichen Anwesen ihres Vaters am Genfer See, denn anders als ihre Schwestern, die es drängte, draußen in der Welt ein ganz neues Leben als Erwachsene zu beginnen, fand die eher schüchterne Maia nicht den Mut, ihre vertraute Umgebung zu verlassen. Doch das ändert sich, als ihr Vater überraschend stirbt und ihr einen Umschlag hinterlässt – und sie plötzlich den Schlüssel zu ihrer bisher unbekannten Vorgeschichte in Händen hält: Sie wurde in Rio de Janeiro in einer alten Villa geboren, deren Adresse noch heute existiert. Maia fasst den Entschluss, nach Rio zu fliegen, und an der Seite von Floriano Quintelas, eines befreundeten Schriftstellers, beginnt sie, das Rätsel ihrer Herkunft zu ergründen. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte in der Vergangenheit ihrer Familie, und sie taucht ein in das mondäne Paris der Jahrhundertwende, wo einst eine schöne junge Frau aus Rio einem französischen Bildhauer begegnete. Und erst jetzt fängt Maia an zu begreifen, wer sie wirklich ist und was dies für ihr weiteres Leben bedeutet …

Quelle: Randomhouse

*~*~*Autor*~*~*

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrer Familie in Norfolk im Osten Englands und in ihrem Haus in der Provence.

Quelle: Randomhouse



*~*~*Meine Meinung*~*~*


Mit „Die Sieben Schwestern“ hat Riley den ersten Band einer mehrteiligen Reihe geschrieben. Geplant sind sieben Teile und der zweite erscheint am 09. November 2015 unter dem Titel „Die Sturmschwester“ ebenfalls im Goldmann Verlag. Er behandelt die zweitälteste Schwester Ally. Auf ihre Geschichte bin ich auch schon sehr gespannt. Band 1 jedenfalls hat mir sehr gut gefallen und macht Lust auf mehr.

Maia hat gerade ihren Adoptiv-Vater Pa Salt verloren. Ihr und ihren fünf Schwestern  hinterlässt er neben dem Vermögen auch jeweils einen Brief. In diesem Brief haben die Schwestern die Möglichkeit, ihre Herkunft zu erfahren. Nach anfänglichen Zögern wagt Maia den Schritt und folgt den Hinweisen, den Pa Salt seiner ältesten Tochter hinterlassen hat. Sie reist nach Rio de Janeiro und trifft sich dort mit Floriano Quintelas. Er ist ein befreundeter Autor, dessen Bücher Maia ins Französische übersetzt. Gemeinsam mit ihm begibt sich Maia auf die Suche nach ihren Eltern und Vorfahren. Sie gelangt an Briefe von ihrer Urgroßmutter Izabella, die sich in eine unglückliche Liebe verliert. Im Paris kurz vor der Weltwirtschaftskrise lernt diese einen Bildhauer kennen, der sie sofort fasziniert. Für Maia ist eine spannende Reise in die Vergangenheit und zu sich selbst.

„Lass Dich nicht von der Angst leiten“

Dies ist der Spruch, den Pa Salt seiner ältesten Tochter Maia als Lebensweisheit hinterlassen hat. Maia war unter den sechs Schwestern immer die vernünftigste, die, die am wenigsten gewagt hat. Dies zeigt auch, dass sie, anders als ihre Geschwister, das väterliche Zuhause nie wirklich verlassen hat. Als sie nun die Möglichkeit hat, das Geheimnis ihrer Herkunft zu erfahren, packt sie der Mut und sie reist ins exotische Brasilien.  
Brasilien das Land des Carnevals, der Lebensfreude und das Land der Gegensätze. Maia lernt die Touristengebiete mit ihrem Luxus und auch die Ärmsten der Armen in den Favelas kennen. Der Autor und Historiker Floriano Quintelas entwickelt sich mit der Zeit zu einem guten Freund und ist bei der Suche nach ihrer Vergangenheit sehr hilfreich. Beide Charaktere waren mir sympathisch. Maia schien anfangs noch sehr vorsichtig und schüchtern und taute dank der brasilianischen Mentalität immer mehr auf. Floriano ist ein ruhiger und netter Zeitgenosse, der immer wieder ehrlich mit seinen Mitmenschen und auch mit Maia umgeht. 

Von Lucinda Riley liegen schon einige Bücher bei mir im Regal. Gelesen habe ich noch keines davon. Doch „Die sieben Schwestern“ wollten jetzt unbedingt gelesen werden. Also tauchte ich ein, in eine Welt voller Geheimnisse und Rätsel. Diese Geschichten, die sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit spielen, finde ich toll. Man erfährt nach und nach Details aus alten Zeiten und fängt an, diese Details Stück für Stück zu einem Ganzen zusammenzusetzen. Dies macht auch Maia. Sie lernt ihre Familie bzw. die Vergangenheit dieser Kennen und erfährt so manches trauriges Schicksal. Gleichzeitig kann man gemeinsam mit den Protagonisten in alte Zeiten, in alte Orte eintauchen und die Atmosphäre von damals einatmen. Bei mir entwickelt sich dann jedesmal der Wunsch auch dabei zu sein, um die selben Gerüche zu riechen, die selbe Musik zu hören und die selben schönen Orte zu besuchen. Außerdem ist es immer spannend, besonders interessante historische Ereignissen mitzuerleben. Hier z. B. erfährt man ein paar Details des Bau der Christos Statue in Rio de Janeiro. 

Doch im Gegensatz zu Maia, war mir das Ende der Geschichte schon bald bewusst. Dies nahm mir ein wenig die Spannung. Dank Rileys wunderschönen Schreibstils jedoch, war ich trotzdem ans Buch gefesselt und hatte es innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Sie hat es verstanden, die richtigen Gefühle an den Leser zu vermitteln und schuf Charaktere, die ich sehr gerne mochte. So freue ich mich auf die Fortsetzungen, um lieb gewonnene Menschen evtl. wieder zu treffen.
*~*~*Fazit*~*~*

„Die sieben Schwestern“ ist ein gelungener Auftakt in die neue Buchreihe von Lucinda Riley. Auch wenn mir des Rätsels Lösung schon schnell bekannt war, war der Schreibstil fesselnd, mitreißend und gefühlvoll. Ich war in Brasilien, in Paris und durfte die Zeit des großen Börsencrash von 1929 miterleben. Mit diesem Buch schafft die Autorin eine tolle Grundlage zu den weiteren Büchern, die ich mit Sicherheit lesen werde. 

Von mir gibt es 

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