Reuter Hapgood, Harriet – Ein bisschen wie Unendlichkeit

 

 

Harriet Reuter Hapgood – Ein bisschen wie Unendlichkeit
aus dem Englischen von Susanne Hornfeck
 | ISBN: 978-3-7373-4033-5 | Seiten: 384 | Erscheinungsdatum: 23. Februar 2017 | Verlag: Fischer KJB | Originaltitel: The Square Root of Summer |Format: gebundene Ausgabe | Preis: 16,99€


Kurzbeschreibung

 

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären.
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?
Quelle: Fischer Verlage
 

Autor

Harriet Reuter Hapgood lebt in Brighton, England. Als Modejournalistin schrieb sie unter anderem für die Zeitschriften »InStyle« und »MarieClaire«. Ihr Großvater war ein deutscher Mathematiker und hat sie zu diesem Roman inspiriert. ›Ein bisschen wie Unendlichkeit‹ ist ihr Debüt.

Quelle: Fischer Verlage
Meine Meinung

Gottie liebt die Mathematik und die Physik. In beiden Bereichen ist sie ein Crack, ein Nerd und lebt ihre Leidenschaft auch im Alltag aus. Ihr Großvater Grey ist ihr Ein und Alles ist. Als dieser stirbt, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Während um sie herum alle den Sommer genießen muss, Gottie mit dem Verlust klar kommen und zieht sich immer mehr zurück. Sie verliert sich in BlackOuts und Flashbacks und vergisst den Raum und die Zeit. Doch als ihr bester Freund aus Kindertagen, Thomas, zurückkommt, ändert sich was. Warum kommt er ausgerechnet jetzt zurück? Und muss sie ausgerechnet jetzt Gefühle für ihn entwickeln?

Nicht alles lässt sich mit Formeln erklären. Das muss Gottie schnell lernen. Zumindest nicht warum ihr Großvater stirbt. Warum ihr bester Freund Thomas plötzlich wieder auftaucht. Und auch nicht, warum sie sich zu dem Jungen hingezogen fühlt. Es ist alles nicht so einfach für Gottie. Eigentlich hat sie sich ihre Sommerferien anders vorgestellt. Am liebsten möchte sie nur unter Apfelbaum liegen. Aber das klappt nicht so wirklich.

Gottie muss in diesen Sommer mit einigen Dingen fertig werden und ich finde, sie hat es auf ihre verschrobene Art wunderbar gemeistert. Ich mochte das Mädchen, mit ihrem Faible für Mathematik und Physik und wie sich sich oft in Formeln und physikalischen Gesetzen verlor. Zwischendrin kam ich zwar nich immer mit, aber das legte sich schnell wieder.

„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ stand schon seit entdecken auf meiner Wunschliste und ich wollte es unbedingt lesen. Das mich das Buch so begeistern konnte, habe ich dann aber doch nicht so erwartet. Hapgood hat eine herausragende Arbeit geleistet und ein Debüt geschrieben, was durch die unendlichen Weiten des Herzens krabbelt und sich dort niederlässt.

Aus zeitlichen Gründen musste ich irgendwann das Buch beidseite legen. Sehr schade, aber ich habe es beendet und bin immer noch sehr ergriffen von der Handlung. Gotties Geschichte berührt und reisst dich mit. Für mich ein Highlight trotz der nerdigen Protagonisten. Auch die zarte Entwicklung der Liebesbande ist wunderschön beschrieben. Ich gönne es Gottie von Herzen, dass sie glücklich wird. Auch wenn sie nur eine Fiktion ist. Dieses Buch gefällt vielleicht nicht jeden, aber mir zeigt es, dass das Leben nicht nur durch berechenbare Formeln zu händeln ist, man muss es auch leben.

Fazit

„Ein bisschen wie Unendlichkeit“ ist ein wunderschöner Debüt-Roman der Autorin Harriet Reuter Hapgood. Für mich ein weiteres Highlight in diesem Jahr, das zu Herzen geht und berührt. Gemeinsam mit der Protagonistin verliert man sich in den berechenbaren Weiten der Mathematik und Physik und taucht aus diesen wieder auf. Dieses Debüt gibt einen so viel und zeigt wie wunderschön die Unendlichkeit sein kann, wenn man die richtigen Menschen und auch die Liebe an seiner Seite hat.

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2 thoughts on “Reuter Hapgood, Harriet – Ein bisschen wie Unendlichkeit

  1. Hallo,

    Das Buch ist mir auf meiner Stöberrunde jetzt schon ein paarmal untergekommen und allen gefiel es. Ich muss es wohl auch haben 🙂 danke für die schöne und ausführliche Rezension!

    LG Sonja Béland

  2. Hallo Sonja,

    es ist schon ein besonderes Buch.
    Es wird vielleicht nicht jedem zusagen, aber ich denke, dass es viele Menschen geben wird, die es mögen werden.

    Danke für deine Worte und deinen Besuch.

    Liebe Grüße
    Caro

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