[Rezension] Mohr, Angela – Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

Quelle: Arena Verlag

Titel: Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen
Originaltitel: -/-
Autor: Angela Mohr
Übersetzer: -/-
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2016
Verlag: Arena Verlag
ISBN:978-340-180574-0
Format: Ebook
Seiten: 312
Preis: 10,99€

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Nik rennt vor seinen Schulden davon. Aino vor ihrer Schuld. Nik ist fasziniert von diesem Mädchen mit der zerbrechlichen Stimme – und fassungslos. Denn Aino will ins Kloster und schweigen, für immer. Gestrandet im Nirgendwo schließen die beiden einen Pakt: Aino verpfeift Nik nicht, der in Dauerschwierigkeiten steckt. Und Nik zeigt Aino, was sie auf dieser Welt verpasst. Für 48 Stunden steigen die beiden aus ihrem Leben aus. Aber wie beweist man jemandem, wie schön diese Welt ist – mit einem Banküberfall, einem Besuch in einem Sex-Shop oder einer Nacht im Wald? Sicher ist nur: Das Leben hat für die beiden einen ganz anderen Plan.
Quelle: Arena Verlag

Angela Mohr, geboren in Stuttgart, hat sich die Welt wegen eines Sprachfehlers in ihrer Kindheit und Jugend von Anfang an schreibend erschlossen. Nach ihrem Theater- und Literaturstudium war sie in den verschiedensten Berufen tätig. Heute lebt sie im Rhein-Neckar-Kreis und arbeitet neben der Schriftstellerei am Aufbau einer Freien Schule mit. www.angela-mohr.de
Quelle: Arena Verlag

Aino ist auf dem Weg in ein Schweigekloster. Nik ist auf der Flucht. Beide lernen sich irgendwo im Nirgendwo kennen. Was beide voneinander nicht wissen. Sie tragen jeder für sich ein Trauma in sich, dass ihr Leben und ihr ganzes Verhalten beeinflusst. Geschockt davon, dass Aino aufgrund ihrer Schuld in ein Schweigekloster eintreten will, überredet er sie ihm in den nächsten 48 Stunden auf eine Art Road Trip zu folgen. In dieser Zeit will Nik Aino davon überzeugen, von ihrem Vorhaben in ein Schweigekloster zu gehen, Abstand zu nehmen.
Puh…. bei diesem Buch bin ich ein wenig hin und her gerissen mit meiner Meinung. Einerseits fand ich das gewählte Thema echt toll und die Umsetzung teilweise auch gut gelungen. Andererseits brauchte ich sehr lange, um mit den Protagonisten warm zu werden.
Angela Mohr hat mit der Verarbeitung von Traumata ein durchaus schweres Thema in Angriff genommen. Sie hat ihren Protagonisten reale Charaktereigenschaften geschenkt, die beiden aber auch mit teilweisen schweren Traumata ausgestattet. Was ich mochte, dass die Autorin aus zwei Sichten – Aino und Nik – erzählt hat. Ich finde sowas
Aino trägt eine schwere Schuld mit sich. Dadurch hat sie ein Trauma entwickelt, dass sie dazu brachte, so gut wie gar nicht mehr zu sprechen. Sie stottert seit ihrer Kindheit und denkt, dass diese Sprachbehinderung der Grund für ihrer Schuld ist. Deswegen schweigt sie ganz und will ihre Schuld in einem Schweigekloster verbüßen. Ich brauchte sehr lange, um mit Aino warm zu werden. Sie war sehr verschlossen, ängstlich und wenig greifbar.
Nik hat schon viel “Dreck am Stecken” und er ist auf der Flucht vor seinen Schulden. Sein Trauma verarbeitet Nik mit seinem “Captain”, eine innere Stimme, die ihm mal mehr oder weniger mit guten Rat zur Seite steht. Seine Schuld, war für mich gleichzeitig sein schlechtes Gewissen. Niks Art zu erzählen war sehr gewöhnungsbedürftig. Angela Mohr hat ihn plappern lassen wie ihm der Mund gewachsen ist. Das war teilweise schon sehr anstrengend und störte meinen Lesefluss sehr.
Ich vermisste bei diesem Buch das positive Gefühl, was so ein Road Trip bei mir auslöst. Das stürzen in ein Abenteuer und Duft nach Freiheit und Unabhängigkeit. Auch der erwähnte schwere Einstieg trübte meine Lesefreude. Alles in allem ein Buch, von dem ich mir mehr versprochen habe und das trotz viel Potential und einer tollen Idee, eher ein durchschnittliches Werk ist.
Wenn Traumata das Leben beeinflussen, kann es oft nur einen Weg geben – Die Flucht. Angela Mohr hat in ihrem Buch “Zwei Tage, zwei Nächte und die Geschichte über Seifenblasen” viel Potential und eine tolle Idee verarbeitet. Leider wurde ich mit beiden Protagonisten sehr lange nicht warm und auch der Einstieg in die Geschichte gelang mir so gar nicht. Mir fehlte der Zauber eines “Road Trips” und sonst auch eine gewisse Atmosphäre.
Von mir gibt es

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One thought on “[Rezension] Mohr, Angela – Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

  1. Hallo Carolin!

    Ich bin gerade dabei meine Rezensionen mit anderen Meinungen von Bloggern auszustatten und deren Rezensionen zu verlinken. Unter anderem habe ich auch deine Rezension dafür gewählt.

    Den Post mit deiner Verlinkung findest du HIER

    Solltest du das nicht wollen, dann melde dich einfach bei mir und ich entferne deinen Namen und den Link umgehend 🙂

    Liebe Grüße,
    Franzy

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