[Rezension] Madl, Johanna – Eine Nummer zu groß

Quelle: Randomhouse
Titel: Eine Nummer zu groß
Autor: Johanna Madl
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-48155-2
Format: Taschenbuch
Seiten: 512
Preis:  9,99€

Darf ’s ein bisschen mehr sein? Die lustigste Liebeskomödie des Jahres!
Ellen fühlt sich vom Schicksal nicht gerade verwöhnt. Seit zwei Jahren befindet sie sich in der undankbaren Position der Geliebten ihres Chefs, und als sie ihn endlich zur Scheidung bewegen will, kommt es zum Eklat: Mann los, Job los – doch der wahre Tiefpunkt kommt erst noch. Denn als Ellen sich im Krankenhaus die Mandeln herausnehmen lassen will, wird sie verwechselt – und erwacht unversehens mit ein paar Körbchengrößen mehr. Ein Albtraum! Wobei: Plötzlich sind die Männer ganz verrückt nach ihr. Da könnte man ja mal den Vamp spielen und ein paar Herzen brechen. Nur hat Ellen nicht damit gerechnet, sich zu verlieben – und das nicht bloß einmal …

Quelle: Randomhouse

Johanna Madl ist das Pseudonym des deutschen Autors Jens Pantring. Jens Pantring wurde 1969 im sauerländischen Letmathe geboren. Nach dem Abitur arbeitete er freiberuflich für die Westfälische Rundschau in Iserlohn. Da der Journalismus sich nicht als Traumberuf entpuppte, folgte eine kaufmännische Ausbildung und eine kurze, fruchtlose Tätigkeit als Angestellter im öffentlichen Dienst, bevor er Film und Medien an der Filmakademie Baden-Württemberg studierte. Seit 1999 arbeitet Jens Pantring als freiberuflicher Lektor, Dramaturg, Drehbuchautor und Redakteur. Sein erster Roman entstand eher zufällig, fand auf Anhieb einen Verlag und wurde 2012 unter einem anderen Pseudonym veröffentlicht.

Quelle: Randomhouse
Ich bin auf dem neuen Blogger-Portal auf dieses Buch aufmerksam geworden. Der Klappentext klang witzig und interessant, weshalb ich das Buch als Rezensionsexemplar anforderte.

Ellen ist 26 Jahre alt und unterhält sein 2 Jahren eine Affäre mit ihrem verheirateten Chef. Sie will ihn ein letztes Mal zur Trennung überreden, doch es läuft anders als erwartet und Ellen ist wieder Single. Da kommen ihr die Halsschmerzen und die längst überfällige Mandel-OP gerade recht, um ihrem Liebhaber aus dem Weg zu gehen. Eine üble Verwechslung macht aus Ellen über Nacht jedoch ein Busenwunder und lässt sie in ein neues kleines Abenteuer stürzen, welches so einige amouröse Überraschungen hat.

Wie oben schon erwähnt, sagte mir der Klappentext sehr gut. Ich dachte mir, so eine leichte Geschichte für zwischendurch kann auch ganz nett sein. Was mir das Buch bescherte, gefiel mir dann letztendlich leider doch nicht, was ich sehr schade finde. 

Der Roman entwickelt sich von einer leichten Story zu einer plumpen und einfallslosen und manchmal sogar „dumpfbackigen“ Liebelei, die mich meist mehr aufregte als fesselte. 

 Allen voran ist da Ellen zu nennen. 
Sie entwickelt sich von einem grauen Mauerblümchen zu einer „Möchte-gern-Femme-Fatale“, die am Ende für ihr Verhalten die Quittung erhält.
 Anfangs noch sehr verärgert über den Kunstfehler, versucht sie in den nächsten Wochen ihr Kapital aus dem „Busen-Wunder“ zu schlagen. Es folgen Werbeaufträge und skurrile Auftritte, die Ellen zu einer lokalen Berühmtheit machen und sie dabei ihr altes Leben und die alten Freunde vergessen lassen. 
Diese sind aber teilsweise auch von Neid zerfressen und spalten sich immer mehr von Ellen ab. 
Das sich die Hauptprotagonistin gleich in zwei Männer verliebt und es dadurch zu allerlei Verwicklungen kommt, machte diese Geschichte nicht interessanter. Eher im Gegenteil! Denn je mehr sie in die Liebeleien eintauchte um so mehr ärgerte ich mich über sie. Die, die anfangs immer ehrlich war, verwickelt sich in immer mehr Lügen. 
Diese Wandlung sagte mir so gar nicht zu und nahm mir den Spaß am Lesen.
Das Ende ist dann leider auch nicht wirklich versöhnlich.
 Zwar durchaus „Happy“, aber für mich leider nicht zufriedenstellend.
Ein kleiner Lichtblick war für mich Ellens beste Freundin Charlie, die mit ihrer Kodderschnauze für lustige Momente sorgte und immer ehrlich und natürlich ihren Weg ging.

Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Die Geschichte entwickelte sich für mich zu einer seichten und billigen Komödie, die mir den Lesespaß nahm. Ich wünschte mir mehr Romantik und Momente zum Lachen. Für die Idee und das durchaus gelungene Münchener Umfeld gebe ich trotzdem noch 

*    *


Danke für's hier verweilen und teilen Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on Pinterest

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.