[Rezension] Laure, Estelle – Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Quelle: Fischerverlage

Titel: Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance
Originaltitel: This Raging Light
Autorin: Estelle Laure
Übersetzer: Sophie Zeitz
Erscheinungsdatum: 10. März 2016
Verlag: Fischer KJB
ISBN: 978-3-7373-5326-7
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 256
Preis: 14,99€

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»In der perfekten Kino-Version meines Lebens wäre das der Moment, in dem er mich umdreht und küsst. Aber Digby hat eine Freundin. Ein Mädchen, das er liebt. Ein Mädchen, das nicht ich bin.«
Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die die Dinge in die Hand nimmt: Geld verdienen, Rechnungen bezahlen, sich um ihre kleine Schwester kümmern. Da bleibt keine Zeit für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance.
Ein entwaffnend ehrlicher und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Erwachsenwerden und die wunderbare Erfahrung, niemals so allein zu sein, wie man sich fühlt.
Quelle: Fischerverlage
Estelle Laure glaubt an die wahre Liebe, magische Momente und daran, dass Ehrlichkeit – vor allem sich selbst gegenüber – der Schlüssel zum Glück ist. Sie hat in Vermont Kreatives Schreiben studiert und lebt heute mit ihren beiden Kindern in Taos, New Mexico, USA.
Quelle: Fischerverlage
Lucille ist noch keine 18 und muss schon für ihre kleine Schwester und sich Verantwortung übernehmen und sich um die Dinge kümmern, die eigentlich die Aufgabe der Eltern sein sollten. Aber beide Elternteile haben getrennt voneinander in irgendeiner Art und Weise die Flucht angetreten und ihre Kinder zurückgelassen. Diese Probleme prägen Lucilles Alltag sehr, aber dann ist da auch noch Digby, der Zwillingsbruder ihrer besten Freudin. Sie hat sich in ihn verliebt, doch er ist vergeben. Da braucht man sich eigentlich nicht besonders viel Hoffnung machen, oder?
Estelle Laure ist eine noch recht unbekannte Autorin und hat mit diesem Debüt bereits jetzt eine Menge Vorschusslorbeeren bekommen. Bereits in 12 Länder wurden die Rechte für das Buch verkauft. Ob die Autorin diesen Erwartungen gerecht wird, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich allerdings hat Estelle Laure ein großartiges Buch geschrieben, welches mich emotional auch sehr berührt hat.
Lucille hat es nicht einfach. Muss sie sich doch von einem Tag auf den anderen auf sich und ihre neun Jahre alte Schwester kümmern. Dabei stellt sie sich eigentlich gar nicht so doof an, versucht aber zu vermeiden, dass Nachbarn, Schule oder Behörden irgendetwas mitkriegen. Sie will nicht, dass beide in ein Heim oder gar getrennt werden müssen. Ich finde Lucille sehr mutig. Sie legt in diesem Roman eine Stärke an den Tag, die man heutzutage von vielen Jugendlichen nicht so einfach erwarten kann. Jedoch fühlt sich Lucille oft alleine, will sich aber auch oft nicht helfen lassen und ist richtig „sauer“, als „helfende Engel“ z. B. das Haus putzen oder die Schränke mit Lebensmittel füllen. 
Digby fand ich eigentlich toll. Er steht unumstößlich zu Lucille, will ihr helfen und stört sich auch nicht an ihren Launen. Dass auch er Gefühle für die beste Freundin seiner Zwillingsschwester hegt, will er zunächst nicht wahrhaben. Schon eine gefühlte Ewigkeit ist er mit seiner ersten großen Liebe zusammen. Die beiden geben das perfekte Paar ab. Aber da ist halt noch Lucille und Digby steckt in einem ganz schönen Gefühlszwiespalt. 
Dieses Buch ist einfach nur schön. Ich kann es nicht anders sagen. Es behandelt ein ernstes gesellschaftliches Thema, nämlich die Überforderung der Eltern und das sich selbst überlassen der Kinder. Aber auch die tiefen Gefühle kommen nicht zu kurz. Estelle Laures Schreibstil ist klasse und riss mich von der ersten Seite an mit. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und genoss jede einzelne Seite, um Lucilles Leben einzutauchen. Die Autorin versteht es Gedankengänge und Gefühle klar und verständlich dem Leser näher zu bringen. Dabei verfällt sie aber nicht in die Duselei oder gar Kitsch und hat ein beachtenswertes Debüt geschrieben.
„Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance“  ist für mich ein absolutes Highlight und etwas ganz Besonderes. Estelle Laure hat mich vollkommen überzeugen und mitreißen können. Ihre Art zu schreiben ist sehr berührend. Dieser Jugendroman ist ein gelungenes Debüt, welches viel Beachtung und meine vollste Empfehlung verdient hat.
Von mir gibt es 
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