[Rezension] Krumbiegel, Steffi – Nadja – Der Wächterin Erbe

Quelle: Tredition

Titel: Nadja – Der Wächterin Erbe
Originaltitel: -/-
Teil einer Reihe?: Ja, der erste von ?
Autor: Steffi Krumbiegel
Übersetzer: -/-
Erscheinungsdatum: 14. Juni 2016
Verlag: Tredition Verlag
ISBN: 978-373-453466-9
Format: Taschenbuch
Seiten: 280
Preis:10,99€

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Nadja ist eine mitreißende Erzählung für Jung und Alt mit einem historischen Hintergrund. Die Haupthandlung findet in Dresden statt. Fantasy trifft auf deutsche Adelsgeschlechter. Der Leser besucht die ältesten Orte Deutschlands, trifft auf Geister, Dämonen und Burgen. Alte Magie gemischt mit der realen Zeit. Nadja, welche Schweres durchlebte, einsam wandelte, gerät in ein fantastisches Abenteuer. Sie erfährt von einem Erbe, einer Familie, einem alten Geheimnis.
 Quelle: Tredition
Im August 1981, in Stralsund erblickte Steffi Krumbiegel das Licht Welt. Schnell stand für die Eltern fest, dass ihre Reise nach Sachsen führen musste. In der Nähe einer beschaulichen Kleinstadt mit Namen Döbeln wuchs sie auf.

In dieser Phase ihres Lebens nutzen ihre Eltern jede freie Zeit um ihr Museen, Burgen, Schlösser oder andere Sehenswürdigkeiten zu zeigen. Dies prägt sie bis heute. Sie empfindet eine tiefe Verbundenheit zu ihren Wurzeln, zur Geschichte und Kultur ihrer Heimat.
Mit 19 zog sie nach München. Dort lernte sie ihren Mann kennen, bekam einen süßen Sohn und arbeitet in einer anspruchsvollen Branche. Dennoch träumt sie von fernen Orten, Reisen, kleinen Abenteuern, welche sie in ihren Geschichten auslebt. Abends wenn es still und leise ist, taucht sie in ihren Romanen ein. Schreibt gespannt nieder, was ihre Protagonisten erleben.

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Nadja staunt nicht schlecht, als sie an ihrem 21. Geburtstag erfährt, dass sie eine verschollene Tochter einer alten und reichen Adelsfamilie ist. Sie, die ihre Kindheit hinter den Mauern von Kinderheimen und mit grausamen Pflegefamilien verbringen musste, erfährt quasi von einem Tag auf den anderen, was Liebe, Familie und Wohlstand bedeutet. Nadja, ist eine eher stille Person, die gelernt hat lieber zu schweigen, als dass sie das Risiko eingeht, für ein falschen Wort bestraft zu werden. Als sie ihr Erbe antritt, stürzt sie in eine Welt voller Magie, Abenteuer und alter Legenden.
Ich bin von der Autorin angeschrieben worden, ob ich nicht Interesse hätte, das Buch zu lesen und an einer Blogtour teilzunehmen. Da mich der Klappentext neugierig machte, habe ich sehr gerne zugestimmt und durfte nicht nur ein tolles Fantasy-Abenteuer sondern auch eine ganz liebe Autorin kennen lernen.
Anfangs wundert man sich sehr über Nadja und ihre nüchterne und kalkulierende Art. Ich hatte schon Schwierigkeiten mit ihr warm zu werden. Nadja ist sehr menschenscheu und schweigsam. Sie arbeitet in einem Rechtsanwaltsbüro und gönnt sich nur das Nötigste. Von jenem Rechtsanwalt erfährt Nadja auch die Wahrheit über ihre Herkunft. Nach anfänglichen Zweifeln begibt sie sich auf einen neuen Weg. Im Laufe der Handlung wird sie immer mutiger und offener. Sie findet nicht nur eine neue Familie, sondern auch neue Freunde und sogar die Liebe.
Dennoch fand ich Nadja stellenweise etwas anstrengend, da sie immer wieder in ihr altes Muster voller Zweifel und Misstrauen fiel. Das störte mich und ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin ihrer Protagonistin hier mehr Selbstvertrauen verpasst. Aber ich habe mich auch gefreut darüber, wie sie andererseits immer lockerer und auch witziger gegenüber ihren neuen Freunden wurde. Sie lernt für sich einzustehen und kämpft auch für ihre eigenen Interessen.
Steffi Krumbiegel hat einen wirklich angenehmen Schreibstil, der total gut zu Nadja und ihrer charakterliche Entwicklung passt. Anfangs ist alles noch ziemlich nüchtern und sachlich. Aber je mehr man in die Handlung eintaucht, umso lockerer wird die Art des Schreibens. Es entwickelt sich eine beeindruckende Tiefgründigkeit, auf die man in Fantasy-Büchern nicht sehr oft trifft.
Ganz toll fand ich auch, dass die Orte der Handlung realen Plätzen in und um Dresden entsprachen. Der Leser lernt nicht nur einige historische Dinge kennen. Er darf auch durch den Dresdner Zwinger und durch alten Burgen wandern. Allein schon damit konnte mich die Autorin für sich gewinnen und überzeugen. Sie verpasst dem Fantasy-Anteil nochmal eine gesunde Portion Realität und macht sie spannender. Die Mischung ist Steffi Krumbiegel gut gelungen und sie macht die ganze Handlung auch nochmal authentischer.
Wer Lust hat durch alte Burgen und berühmte Sehenswürdigkeiten in Dresden zu wandern, dem kann ich Steffi Krumbiegels Debüt “Nadja – Der Wächterin Erbe” nur ans Herz legen. Eine Handlung, die mit Fantasy-Elementen gespickt und mit einer guten Portion Realität gefüttert wird, überzeugt genauso wie der schöne Schreibstil der Autorin. Aber auch wenn mich die Protagonisten an manchen Stellen etwas nervte, kann ich dieses Buch euch wärmstens empfehlen.
Von mir gibt es

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