[Rezension] Horowitz, Anthony – Der Fall Moriarty

Erscheinungsdatum: 28.10.2014
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 9783458176121
Format: Hardcover
Seiten: 342
Sherlock Holmes und Moriarty sind tot. Sie starben in den Reichenbachfällen. Doch ein gefährlicher Verbrecher namens Devereux aus den U.S.A., mischt nun die Unterwelt auf und hält die Londoner Polizei in Atem. Inspector Jones vom Scotland Yard nimmt gemeinsam mit dem Pinkerton-Agent Frederic Chase die Suche nach Devereux auf. Denn er ist noch gefährlicher, noch skrupelloser als Moriarty. Jones und Chase begeben sich auf eine rätselhafte Reise durch London, bei der die ersten Morde nicht auf sich warten lassen.

Ich mag die Geschichten von Holmes und Watson. Doyle ist für mich ein besonderer Autor, der es zur damaligen Zeit schaffte, den brillianten aber auch skurrilen Detektiv Sherlock Holmes zu erschaffen. Anthony Horowitz hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, den Meisterdetektiv wieder zum Leben zu erwecken.

„Der Fall Moriarty“ ist bereits das zweite Buch, welches aber ohne die Personen Holmes und Watson auskommen muss. Dafür darf sich der Leser mit Anthony Jones, seines Zeichens Inspector bei Scotland Yard, und Frederic Chase, ein Detektiv aus der renommierten Agentur Pinkerton in New York, auseinandersetzen. Ich für meinen Teil, wurde mit diesen beiden Charakteren nicht so wirklich warm. Da, trotz allem die Geschichte aus Chase‘ Sicht erzählt wird, die beiden Herren mir stets ein Rätsel waren. Jones verzweifelter Versuche, durch seine Denkweise dem Meisterdetektiv gerecht zu werden, erzeugte bei mir manchmal sogar Mitleid.

Horowitz‘ Schreibweise lehnt schon sehr stark an die von  Arthur Conan Doyle an, doch war sie für mich nicht fesselnd genug. Zudem ich die Geschichte zeitweise schon sehr langatmig empfand. Hätte ich das Buch nicht innerhalb einer Leserunde gelesen, würde ich wohl noch immer daran lesen.

Auch der überraschende Schluss konnte, meine Enttäuschung nicht mehr reduzieren. Ich habe mir einfach mehr erhofft. Mehr Spannung, mehr Rätsel, einfach mehr Sherlock Holmes. Wollen wir mal hoffen, dass dieser in den nächsten Büchern wieder auftauchen wird. Denn so manches Geheimnis in diesen Roman wurde nicht gelöst und ich denke, dass offene Fragen im dritten Band von Horowitz‘ Holmes beantwortet werden.

Von mir gibt es drei von fünf Sternen.

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3 thoughts on “[Rezension] Horowitz, Anthony – Der Fall Moriarty

  1. Hast du eigentlich "Das Geheimnis des weißen Bandes" auch gelesen? So genau geht das aus deiner Rezi nicht hervor. Das Buch war ja eigentlich im selben Stil wie "Der Fall Moriarty" …

    Ich bin zwar nicht derselben Meinung wie du, aber ich finde es gut, dass du kritisch bist. Ich habe generell den Eindruck, dass viele Rezensionen bei LB sehr positiv sind – auch bei Büchern, die ich kenne und die ich aus Langeweile nicht mal fertiggelesen habe. Natürlich spielt da auch mein persönlicher Geschmack hinein, aber es ist natürlich im Interesse der Verlage, viele positive Rezensionen bei den Leserunden zu bekommen … Ich frage mich dann halt, wie authentisch die Meinungen der Rezensenten wirklich sind, das ist es halt.

    Liebe Grüße
    Ascari

  2. Hi!

    Den ersten Band habe ich noch nicht gelesen. Aber vielleicht komme ich ja bald dazu. 🙂

    In der Tat bin ich ziemlich kritisch mit dem Buch, weil ich zwischendurch wirklich Probleme hatte, am Ball zu bleiben. Mir hat immer das i-tüpfelchen an Spannung gefehlt.

    Ich finde es auch nicht gut, wenn Leser in einer Leserunde das Buch zu positiv bewerten. Vielleicht aus Dankbarkeit oder weil sie dem Autor nicht zu nahe treten wollen. Man sollte schon ehrlich sein und ich gebe mir Mühe, dies auch zu sein. 🙂

    Aber danke für Dein Kommentar! Ich freue mich immer über Besucher auf meinen Blog. 🙂

    Liebe Grüße
    Caro

  3. Schade 🙁 Aber ich finde, du hast das gut begründet! Auch wenn die Rezi schon länger her ist: Ich habe das Gefühl, dass bei LB sogar ehrlicher rezeniert wird. Da man sich in einer "Nische" befindet, nicht so öffenlich wie Amazon, sind Autoren ehrlicher. Und die plakativen Hater-Kommentare fallen weg 🙂 Interessant finde ich an Leserunden, dass selbst Autoren, die das Buch nicht so gut bewerten, einige Kritikpunkte haben. Nur die Gruppendynamik kann das behindern oder fördern. Das weiß man vorher nie 🙂

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