[Rezension] Heyd, Mariella – Als der Tod die Liebe fand

 

Quelle: Neobooks

Mariella Heyd – Als der Tod die Liebe fand
 | ISBN: 978-3-7380-9841-9 | Seiten: 345 | Erscheinungsdatum: 04. Januar 2017 | Verlag: Neobooks |Format: Ebook | Preis: 2,99€


Kurzbeschreibung

Mila genießt ihr Leben, bis sie von ihrer Krebsdiagnose überrumpelt wird. Innerhalb weniger Sekunden steht alles auf dem Kopf. Alles, was zuvor ihrem Alltag Farbe verliehen hat, verliert plötzlich an Intensität. Mila merkt schnell: Der Krebs ist ein Egoist, der alles an sich reißt. Im Krankenhaus trifft sie auf Mikael, der ihr über die Widrigkeiten der Chemotherapie und die Eintönigkeit des Krankenhausaufenthaltes hinweghilft. Allerdings steckt in Mikael mehr, als Mila ahnt. Er ist kein Mensch. Er ist gekommen, um Mila mit sich zu nehmen.
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Autor

Mariella Heyd, 1989 geboren, studiert und lebt ganz in der Nähe von Frankreich. Ihre Freizeit widmet sie ihren drei Katzen und der Belletristik. Seit ihrer Kindheit reißen sie Romane aller Art in ihren Bann. Besonders R. L. Stines „Fear Street“- Reihe hat in ihr schon früh das Interesse an dem Sonder- und Wunderbaren geweckt. Bereits im Alter von zwölf Jahren schrieb Mariella Heyd eigene Kurzgeschichten, später entdeckte sie das Bloggen für sich, und verwirklichte 2016 mit ihrem Debütroman „Elfenfehde“ ihren Traum vom eigenen Buch. Ihre Arbeit als Gesundheits- und Krankenpflegerin half ihr stets dabei, über den Tellerrand der Realität hinaus zu blicken und neue Welten zu erschaffen.

Quelle: Neobooks
 
Meine Meinung

Ich habe dieses Buch beim Stöbern im PlayStore entdeckt und wurde Dank des Klappentextes gleich so richtig neugierig. Zwar gibt es derzeit eine Menge an Literatur, die von Krankheit, Tod etc. erzählen, aber nichtsdestotrotz war ich gespannt, was die Autorin Mariella Heyd mir bieten kann.

Mit Mila hat die Autorin eine 16-jährige Schülerin geschaffen, die durch die Diagnose Krebs aus ihrem geregelten, jungen Leben gerissen wird. Von jetzt an, verbringt sie ihre meiste Zeit im Krankenhaus auf der onkologischen Station, wo sie Mikael begegnet. Schnell ist sie faszniert von dem Jungen, der meist mir nichts dir nichts auftaucht und auch wieder verschwindet. Zwar ist sie mit ihrem besten Freund Josh gerade frisch zusammen gekommen, aber die Gedanken an Mikael werden nicht weniger. Mila muss erfahren, wie der Krebs Freundschaften zerstört und Zukunftspläne zunichte macht. Aber sie erfährt auch was Liebe ist. Mikael, der geheimnisvolle Junge, der nur da ist, um sie zu holen, und der auch von ihr nicht lassen kann…

Ich habe mittlerweile ein paar Bücher gelesen, in denen die Protagonisten an Krebs erkranken und häufig auch daran sterben. Dieses Buch hier hat mich einerseits sehr berühren können. Aber anderseits fehlte mir an manchen Stellen die Tiefe, die ein ernstes Thema braucht.

Mit Mila lernt der Leser das Leben eines Langzeitpatienten kennen. Der langweilige und frustrierende Alltag in der Klinik und zuhause und die schlechten und schwachen Phasen zwischen den Chemoanwendungen, konnte die Autorin sehr gut darstellen. Es war bedrückend zu lesen, wie die Familie irgendwann verstehen muss, dass Mila bald nicht mehr da sein wird, dass dieses Mädchen mit 16 Jahren aus dem Leben gerissen wird. Besonders schön fand ich dabei, dass das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter immer inniger wurde. Dies “litt” nämlich ein wenig unter der Tatsache, dass das jüngere Kind viel Aufmerksamkeit einforderte.

Mikael tritt gleich von Beginn an, als mysteriöser Junge auf. Er sucht wenig Kontakt zu den anderen Patienten und bald stellt sich auch heraus, warum das so ist. Mikael ist der Tod und begleitet die Sterbenden auf ihren letzten Weg. Gefühle sind für ihn tabu und eigentlich auch unmöglich. Aber Mila rüttelt Emotionen in ihm wach und das macht es für Mikael umso schwerer, sie mit sich zu nehmen.

Alles in allem schafft Mariella Heyd eine sehr emotionale und bedrückende Atmosphäre, die mich aber nicht zu sehr runter zog. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und konnte mich mit ihrem Buch durchaus berühren. Allerdings fand ich, dass es einige Zeitsprünge gab, die der Handlung eine gewisse Tiefe nahmen. Auch empfand ich, dass Milas Gefühle für Mikael für mich zu plötzlich kamen. Aber dafür konnte mich Mariella Heyd mit dem Ende begeistern. Es war so schön und so…. ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll… so friedlich. Somit konnte ich mich ohne viel Tamtam und ganz still und leise von Mila verabschieden.

Fazit

Geschichten über Menschen, die an Krebs erkranken, gibt es viele. Aber “Als der Tod die Liebe fand” von Mariella Heyd sticht doch ein wenig aus der Masse heraus. Dank eines mystischen Parts und viel Gefühl, konnte mich die Autorin für ihr Werk begeistern. Kleine Kritikpunkte gibt es, aber da mich das Ende so sehr mitnehmen konnte, sind diese auch schnell vergessen.

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