[Rezension] Hasse, Stefanie – Luca & Allegra – Liebe keinen Montague

Quelle: Carlsen

Titel: Luca & Allegra – Liebe keinen Montague

Originaltitel: -/-
Teil einer Reihe: Ja, der erste von dreien
Autor: Stefanie Hasse
Übersetzer: -/-
Erscheinungdatum: 02. Juni 2016
Verlag: Carlsen Impress
ISBN: 978-364-660225-8
Format: Ebook
Seiten: 280
Preis: 3,99€


Maskenbälle, unsternbedrohte Familiengeschichten und verfluchte Liebespaare kennt Allegra höchstens aus ganz alten Büchern, aber mit der Realität haben sie für sie nichts zu tun. Das ändert sich grundlegend, als sie bei einem Kurzurlaub am Gardasee erfährt, dass ihr Hotel von Nachfahren der Capulets geführt wird. Anscheinend ist ihre Fehde mit den Montagues auch nach Jahrhunderten noch intakt. Als sie aus purer Neugier die andere Seite des Sees erkundet, beginnen sich die Ereignisse unwillkürlich zu verdichten. Denn Allegra trifft auf Luca Montague und damit auf ihr magisches Schicksal…
Quelle: Carlsen
Stefanie Hasse lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Süden Deutschlands. Als Buchbloggerin taucht sie stets in fremde Welten ein und lässt ihrer eigenen Kreativität in ihren Romanen freien Lauf. Ihre zwei fantasybegeisterten Kinder machen ihr immer wieder aufs Neue deutlich, wie viel Magie es doch im Alltag gibt und dass mit einem kleinen Zauber so vieles einfacher geht.
Quelle: Carlsen
Als sie ein Plakat vom Gardasee sieht, spürt Allegra, dass sie an eben diesen Ort hin muss. Das aus dem Kurztrip ein Urlaub wird, der Allegras Leben von vorne bis hinten umkrempeln wird, hätte diese bis dahin aber nicht gedacht.  Dort angekommen lernt sie Alessandro Capulet kennen, der wie seine Ahnen schon, tief in eine Fehde mit den Montagues steckt. Schon bald muss Allegra Dinge verarbeiten, die sie wohl nie zu träumen gewagt hatte. Sie trifft dort auch auf Luca, der ihr vom ersten Moment an den Kopf verdreht und den sie nicht lieben darf. Er ist nämlich ein Montague und Allegras Schicksal ist unabdingbar mit seinem verbunden. Doch müssen sich die beiden nicht nur mit ihren tiefen Gefühlen, sondern auch mit sehr alter und schicksalsprägender Magie auseinandersetzen. Ob die beiden je glücklich werden können….?
Romeo und Julia im neuen Gewande. Shakespeare lässt grüßen. Aber diesmal muss man sich nicht mit massig Dialogen und alter Sprache rumschlagen. Die Autorin Stefanie Hasse hat ihre Version nicht nur eine neue Aufmachung verpasst, sondern sie gleich mal an den Gardasee verlegt. Auch heißen die Liebenden Luca und Allegra und deren beider Begegnungen werden nicht durch schwülstige Liebesbekundungen begleitet, die das Lesen des über 400 Jahre alten Originals oft etwas schwierig machten. 
Allegra ist ein junge Frau, die nicht auf den Kopf und auch nicht auf den Mund gefallen ist. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jen macht sie sich zum Gardasee auf und erlebt dort ein magisches Abenteuer. Ich fand sie sympathisch und mochte, wie sie mit ihrem Schicksal umgeht. Da ist kein Zögern oder Zweifeln. Allegra ist mutig und stellt sich den Dingen. Das hat mir gut gefallen. Anders als die Julia aus Shakespeares berühmten Stück, ist Allegra aber auch in der modernen Zeit aufgewachsen, wo Frauen emanzipiert und eigenständig sind. Aber auch sie wird von Gefühlen überrannt und muss sich mit Fehden auseinandersetzen, deren Hass und Energien sie gleich von Beginn an spürt.
Luca ist ziemlich geheimnisvoll und der Schwarm aller Frauen. Aber auch er spürt, dass er nach der einen Frau suchen muss. Dass er diese in Allegra findet, versteht er schnell. Anfangs noch der böse „Rowdy“, öffnet er sein Herz sehr schnell und zeigt seine Gefühle offen gegenüber Allegra. Ich fand ihn manchmal etwas blass und ich hätte gerne mehr von seinen Gedanken erfahren. 
Stefanie Hasse hat den Roman aus Allegras Sicht geschrieben. Ihr Stil ist locker und flockig. Man fliegt durch das Geschehen und vergisst alsbald die Zeit, die man gemeinsam mit Luca & Allegra verbringt. Ich habe mich am Gardasee sehr wohlgefühlt. Die Idee, die hinter dem Buch steckt, finde ich spannend. Eine alte bekannte Fehde, die nach einer gefühlten Ewigkeit noch dermaßen intakt ist und deren Grund man im Laufe der Geschichte erfährt, fand ich als Basis interessant. Die Interpretation ist der Autorin auch super gelungen. Ich war richtig traurig, als die Geschichte zu Ende war, aber kann mich schon auf den zweiten Teil freuen, der Anfang August erscheinen wird.
Romeo & Julia oder doch Luca & Allegra – das ist hier die Frage. Beide Liebespaare prägen diese Geschichte und machen dieses Buch zu einem bezaubernd magischen Lese-Erlebnis. Stefanie Hasse hat den berühmten Klassiker neu interpretiert und haucht der alten Fehde neues Leben und eine neue Idee ein. Für mich ein absolut lesenswerter Roman, der dich die Zeit vergessen lässt.
Von mir gibt es

Danke für's hier verweilen und teilen Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on Pinterest

One thought on “[Rezension] Hasse, Stefanie – Luca & Allegra – Liebe keinen Montague

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.