[Rezension] Forman, Gayle – Nur ein Tag

Fischer Verlage

Titel: Nur ein Tag
Originaltitel: Just one Day
Autor: Gayle Forman
Übersetzer: Stefanie Schäfer
Erscheinungsdatum: 22. März 2016
Verlag: Fischer FJB
ISBN: 978-3-841-42106-7
Format: Klappenbroschüre
Seiten: 432
Preis: 14,99€


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Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Als freier, ungebundener Schauspieler ist er all das, was die 18-jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihm nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Allyson erlebt einen Tag voller Abenteuer und Romantik, Freiheit und Nähe – bis Willem am nächsten Morgen nicht mehr da ist.
Quelle: Fischer Verlage
Gayle Forman, geboren 1971, begann ihre journalistische Karriere beim ›Seventeen Magazine und arbeitete dann für große Zeitschriften wie ›Cosmopolitan‹, ›Glamour‹ und ›Elle‹, bevor sie anfing, Romane zu schreiben. Inzwischen hat sie etliche Bestseller veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.
Quelle: Fischer Verlage
Was würdet ihr tun, wenn ihr einem Menschen, in diesem Fall einem Mann begegnet, der das völlige Gegenteil von euch zu sein scheint? Ihr, die eher pragmatisch und in geregelten Bahnen denkt und lebt, trefft auf einen Typen, der die Freiheit der Welt liebt und sich an nichts und niemanden binden lässt. Würdet Ihr euren vorgeformten Weg für einen Tag und für diesen Mann verlassen? Würdet ihr für einen Tag ausbrechen? So wie es Allyson getan hat?
Allyson begegnet Willem in England als dieser bei einem Shakespeare Stück mitspielt. Er überredet sie, ihn nach Paris zu begleiten. Ab sofort nennt sich Allyson Lulu und ist irgendwie so ganz anders, als sie sich selber kennt. Die nächsten 24 Stunden werden aufregend, wunderschön und auch romantisch. Doch als Willem am nächsten Tag verschwunden ist, versteht Allyson die Welt nicht mehr…
Gayle Forman hat einen tollen und teilweise auch mitreißenden Schreibstil. Sie ließ mich die Pariser Luft atmen und auch so manchen Frust der Protagonisten mitfühlen. Aber, und das finde ich schade,  ich konnte so gar keine Verbindung zu Willem oder Allyson aufbauen. 
Allyson oder Lulu – Tja, das ist hier die Frage:
Allyson, die zukünftige Collegestudentin, die am Anfang mutig ihre gewohnten Gefilde verlässt und sich traut, sich aus den Ketten der mütterlichen Erziehung zu befreien, fällt nach ihrer Paris-Reise in ein Loch, aus dem sie sich nur selbst herausholen kann. Erst als sie endlich wieder aufwacht und Pläne schmiedet, Willem zu suchen, mochte ich sie wieder. Ich hatte Spaß dabei ihre zweite Reise durch Europa zu begleiten und fand es spannend zu erleben, wie sie immer mutiger und unabhängiger diesen neuen Lebensabschnitt beschritt.
Willem war mir das ganze Buch über ein Rätsel und ich hoffe, dass der zweite Band viele offene Fragen beantworten wird. Aber ich mochte seine (wilde) Unabhängigkeit. Ab und an schien auch eine gewisse Verletzlichkeit durch seine Fröhlichkeit. Ich bin also auf seine Geschichte gespannt. Einen kleinen Vorgeschmack gab es ja schon am Ende des Buches und ich war sehr versucht sofort weiterzulesen.
Irgendwie kann ich mich nicht entscheiden, wie ich dieses Buch bewerten soll. Selbst an diesem Punkt, kann ich mich nicht entscheiden, ob ich dieses Buch eher gut oder eher schlecht fand. Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen, den Hype, welches um dieses Buch bzw. die beiden Bücher gemacht wurde, sind nicht verdient. 
Es ist eine schöne Geschichte, passend auch zum 400. Todesjahr von William Shakespeare.
(Ob Gayle Forman Willem, ihren Prota, nach dem genialen Dramatiker und Lyriker benannt hat?)
 Sie hat romantische Phasen, spannende Episoden und auch traurige Abschnitte. Aber sie hat zwischendrin auch ziemliche Längen, die den Lesefluss und die Lesefreude etwas trübten, wobei das Ende für mich dann doch auch wieder etwas überstürzt wirkte. 
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust. 
Ach nee, falscher Dichter *gg* Aber so ungefähr fühle ich mich gerade. Wer immer noch neugierig ist “Nur ein Tag” zu lesen, sollte dies tun. Ich will niemanden die Lust danach nehmen. Lest das Buch und bildet eure eigene Meinung. Ich bin schon gespannt drauf. Genauso gespannt, wie ich trotz aller Kritik, auf Band 2 bin.
“Nur ein Tag” von Gayle Forman hat mich vielleicht nicht hundertprozentig überzeugen können. Aber es ist trotzdem eine schöne Geschichte, gepaart mit einem Schuss Romantik, über die Liebe und den Mut eigene und neue Wege zu gehen. Trotz angenehmen Schreibstils hat das Buch zwischendrin einige Längen, über die auch das positive Ende, nicht hinwegtrösten kann. Neugieriger Leser sollten trotzdem zu diesem Buch greifen, denn übersehen zu werden, hat es nicht verdient.
Von mir gibt es
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