[Rezension] Filer, Nathan – Nachruf auf den Mond

http://www.droemer-knaur.de/buch/8107108/nachruf-auf-den-mond
Quelle: DroemerKnaur

Vielen Dank an Vorablesen und an den DroemerKnaur-Verlag für das Buch!

Titel: Nachruf auf den Mond
Autor: Nathan Filer
Verlag: DroemerKnaur
ISBN: 978-3-426-28124-6
Format: gebunden Ausgabe
Seiten: 320
Preis: 19,99€



Der Überraschungserfolg aus Großbritannien: Ausgezeichnet mit dem Costa Book Award 2013.

»Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.«


Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie … 


Quelle: DroemerKnaur

Nathan Filer ist ehemaliger Krankenpfleger der Psychiatrischen Klinik in Bristol und heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher tätig. Zudem unterrichtet er Creative Writing an der Bath Spa University. „Nachruf auf den Mond“ ist sein erster Roman, für den er verschiedene Preise gewann: u.a. den renommierten Costa Book Award und den Betty Trask Prize für das beste Debüt. Filer lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Bristol.


Mehr über den Autor unter http://www.nathanfiler.co.uk/



Quelle: DroemerKnaur

Man könnte meinen, dass man als ehemaliger Krankenpfleger einer psychiatrischen Klinik, in der Lage sein sollte, einen guten Einblick sowohl in das Krankheitsbild eines an Schizophrenie erkrankten Patienten  als auch in den Alltag solch einer Klinik, zu schaffen. 

Nathan Filer ist beides gelungen. Mit seinem Debüt hat er ein beeindruckendes und berührendes Buch geschrieben und auch gezeigt wie sehr ein unmenschliches Gesundheitssystem, die Versorgung und Pflege von Patienten immer schwieriger macht.

Matthew, genannt Matt, ist in der Tat ein begnadeter Erzähler. Ehrlich und direkt erzählt er seine Geschichte. Doch in einem Punkt spannt Matt den Leser auf die Folter. Der Unfalltod seines Bruders gab mir während des Lesens immer wieder Rätsel auf. Kurz dachte ich sogar, dass dieser, dank seiner Schizophrenie, eingebildet war.

Ich war sehr beeindruckt und gefesselt von dem Schreibstil. Es ist durchaus bewundernswert, wie gut Nathan Filer die Zwiespältigkeit eines Psychischkranken darlegen kann. Doch trotz der Komplexität der Krankheit war der Schreibstil einfach und verständlich und spannend zugleich. 

Matt ist ein sympathischer Charakter, der traumatiersiert von dem Verlust seinen geliebten Bruders Simon, der durch die „Erkrankung“ Trisomie 21, schon etwas Besonderes war und dem man den Spitznamen „Mond“ gab.
 Simon war zu Lebzeiten ein liebenswerter und lebenslustiger Bursche, der zu Matts engsten Vertrauten gehörte. Die lebenslang belastende Schuld, die Matt sich gab, brachte ihn letztendlich einen Aufenthalt in einer Klinik ein. 
Am Ende schließt Matt frieden mit seinen bösen Geistern der Vergangenheit und zeigt seiner Umgebung einen guten Weg mit der Trauer umzugehen.
Für mich ein gelungenes Ende für ein berührendes Buch.


Das Debüt von Nathan Filer hat mich sehr berührt und auch beeindruckt.
Ein mitfühlender Schreibstil , der bewundernswert ist, macht dieses Buch zu einen weiteren Highlight in diesem Jahr.

Von mir gibt es

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