[Rezension] Baronsky, Eva – Manchmal rot

Quelle: Aufbau Verlag

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Titel: Manchmal rot
Autor: Eva Baronsky
Verlag: Aufbau Verlag
ISBN: 978-335103-416-0
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 352
Preis: 19,95€




„Ich habe gerade erst angefangen, jemand zu sein.“

Es ist ein Kurzschluss, der zwei Lebenswelten, die sich sonst kaum berühren, aufeinanderprallen lässt: die eines erfolgsverwöhnten Anwalts und die seiner illegal beschäftigten Putzfrau. Was dann passiert, bedeutet für beide den völligen Verlust von Selbstverständlichkeiten.

Für ihn läuft alles prächtig, er steht vor dem ganz großen Deal. Zwar muss er vorher den Seniorchef seiner Kanzlei ausbooten und nebenbei ein üppiges Schwarzgeldkonto in der Schweiz auflösen, aber auch das wird er in den Griff bekommen. 
Seine Putzfrau lernt er nur kennen, weil sie in seiner Wohnung von der Leiter fällt. Als sie im Krankenhaus erwacht, kann sie sich weder an ihren Namen erinnern, noch ihn schreiben. Während sie ungläubig der Frau, die sie einmal gewesen sein soll, nachforscht, erfindet sie sich neu. Dabei entwickelt sie ein Selbstbewusstsein, das ihn zunehmend fasziniert und verunsichert. 
Eva Baronsky erzählt in diesem modernen Märchen so warmherzig wie erstaunlich von zweien, denen alle Gewissheiten abhandenkommen und die uns fragen lassen: Wer wäre man, wenn man nicht zu wissen glaubte, wer man ist? 
Quelle: Aufbau Verlag 


Eva Baronsky, 1968 geboren, lebt im Taunus. Für ihren überraschenden und sehr erfolgreichen Debütroman
 „Herr Mozart wacht auf“ (2009)
 erhielt sie den Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe.
 Nach „Magnolienschlaf“ (2011) erscheint 2015 ihr dritter Roman „Manchmal rot“.
»Solange es nur Musik gab, war er bereit, in jeder Welt zurechtzukommen.«aus: »Herr Mozart wacht auf«
Quelle: Aufbau Verlag 

Ich habe gerade angefangen, jemand zu sein“
Ein Satz, der soviel Hoffnung aber sehr viel Traurigkeit in sich trägt.
Diese Aussage ziert den Klappentext von Eva Baronskys Werk“ Manchmal rot“, welches ich im Rahmen einer Leserunde ergattert habe.
Vielen Dank an Lovelybooks und an den Aufbau Verlag, für das Buch!
Schon gleich entführt uns die Autorin in die Welt einer Putzfrau, die ohne die Hilfe von anderen nicht klar kommt und sehr ängstlich durch die Welt streift. Nie kommt sie in Kontakt mit den Chefs ihrer Putzstellen. Der Name bleibt dem Leser zunächst unbekannt. Sie hat teilweise eine etwas verstörende Sichtweise auf die Welt und machte es mir als Leser nicht einfach einen Bezug zu ihr aufzubauen.
Im krassen Gegenteil steht ihr Christian von Söchting gegenüber. Ein Anwalt für Wirtschaft aus Frankfurt, der erst vor kurzem von seiner Lebensgefährtin verlassen wurde, sich aber sonst in seiner Arbeit verliert. Sein Fachgebiet und die Sprache, die die Autorin in seiner Gegenwart angewandt hat, langweilte mich genauso sehr, wie der Mensch, der dahinter steckt. Er zerfiel in seiner Selbsttrauer und gleichzeitig in seiner Selbstverliebtheit, die es mir nicht möglich machte, Herrn von Söchting sympathisch zu finden.
Mit dem Schreibstil konnte ich mich erst nach knapp 100 Seiten anfreunden. Er sprang von der Einfachheit der Putzfrau, zum Fachjargon des Anwalts. Es wurde Fachausdrücken umher geworfen, dich mich, beim besten Willen nicht interessierten, und für mich in der Geschichte keine Rolle spielten.
Während des Lesens hatte ich nicht das Gefühl vorwärts zu kommen und begnügte mich damit, Seiten zu überspringen. Die Erkenntnis, dass ich dabei nicht viel verpasste, erklärt sich wohl von selbt.

Es gab viel Geplänkel, eine dahinplätschernde Handlung und zwei unsympathische Charaktere, die mir die Freude am Lesen nahmen. Ich bedaure es sehr, denn ich habe mir mehr von dem Buch versprochen. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Manchmal rot“ konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Ein gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, unsympathische Charaktere und langweilige Handlung nahmen mir den Lesespaß.
Daher gibt es von mir nur

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2 comments on “[Rezension] Baronsky, Eva – Manchmal rot

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