[Rezension] Ahern, Cecelia – Der Glasmurmelsammler

Quelle: Fischer Verlag

Titel: Der Glasmurmelsammler
Originaltitel: The Marble Collector
Autor: Cecelia Ahern
Übersetzer: Christine Strüh
Erscheinungstermin: 18. November 2015
Verlag: Fischer Krüger Verlag
ISBN: 978-3-8105-0152-3
Format: gebundene Ausgabe
Seiten: 368
Preis: 19,99€

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Als Fergus einen Schlaganfall hat, vergisst er fast alles aus seinem Leben. Da findet seine Tochter Sabrina seine Glasmurmel-Sammlung, von der er ihr nie etwas erzählt hat. In der Sammlung fehlen die wertvollsten Stücke, und Sabrina macht sich auf die Suche nach ihnen. Es stellt sich heraus, dass Fergus noch viel mehr Geheimnisse hatte, und alle scheinen mit den schillernden Kugeln verbunden zu sein. Doch wenn ihr Vater nicht der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat – was bedeutet das für Sabrinas eigenes Leben?

Quelle: Fischer Verlage

Foto: Gaby Gerster

Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Auch ihr Roman ›Für immer vielleicht‹ wurde fürs Kino verfilmt. Cecelia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.

Quelle: Fischer Verlage



Ich muss ja gestehen, ich stehe mit dieser Autorin ein wenig auf Kriegsfuß. Woran es genau liegt kann ich nicht sagen. Ich habe bisher nur ein Buch von Cecelia Ahern gelesen und es für langweilig und vorhersehbar empfunden. Daher war ich auf ihr neuestes Werk besonders gespannt und habe mich sehr gefreut, es Dank Lovelybooks, lesen zu können.

Sabrina ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet als Rettungsschwimmerin in einem Pflegeheim, in dem auch ihr Vater Fergus lebt, nachdem dieser einen Schlaganfall erlitten hatte. Als sie eine Glasmurmelssammlung findet, die ihrem Vater gehört, begibt sich die Anfang 30-jährige sofort auf die Suche, denn es fehlen die wertvollsten Stücke und das macht Sabrina stutzig. Bei ihrer Suche stößt sie auf so manches Geheimnis ihres Vaters. Dieser führte nämlich ein Doppelleben – mit und ohne seine geliebten Murmeln. Fergus hat eine Menge Geheimnisse und alle stehen irgendwie in Verbindung mit diesen Murmeln. Ob Sabrina die Lösung findet? Und wie wirkt sich dies auf ihr altes und zukünftiges Leben aus?

Ich bin wirklich ohne Vorbehalt an dieses Buch, mein zweites  von Cecelia Ahern, herangegangen. Ich dachte mir, dass sie mich mit dieser Geschichte begeistern kann und ein wenig im Stil von Lucinda Riley erzählt. Aber leider konnte mich die Handlung nicht wirklich berühren, obwohl die Zeit als Fergus ein Kind war, sehr spannend erzählt wurde. Diesen Teil mochte ich auch am liebsten, weil dort seine Begeisterung für die Murmeln richtig greifbar war. 

Der Roman wird aus zwei Sichten erzählt. Zum einen von Fergus, der bunt und lebendig von seinem Leben in Irland und Schottland erzählt. Zum Anderen lernen wir Sabrina kennen, die im Gegensatz dazu recht farblos und trübsinnig durch ihr Leben schlurft. Ich wurde das ganze Buch über nicht wirklich warm mit ihr und irgendwann verloren auch die Erzählungen von Fergus ihre Lebendigkeit, so dass dieses Buch für mich immer langweiliger wurde.

Sabrina war für mich das ganze Buch hindurch ein Rätsel. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin ihr bei ihrer Suche mehr Freunde und mehr Feuer unterm Hintern macht. Sabrina war mir einfach zu nüchtern und ich fragte mich das ganze Buch über, warum sie so ist. Eine Szene, die mir im Gedächtnis geblieben ist, war die, als sie eine Rettungssituation verpasst hatte, die ihren tristen Alltag vermeintlich spannend gemacht hätte. Aus Frust schmeißt sie ihren Becher Kaffee an die Wand. Da hat sie bei mir irgendwie den Vogel abgeschossen.

Alles in allem kann ich sagen, dass Cecelia Ahern auch mit diesem Buch nicht geschafft hat, mich als Leserin zu gewinnen. Sie hat zwar einen angenehmen Schreibstil. Aber der Handlung geht zwischendurch irgendwie die Luft aus und verliert an Spannung und Kreativität. Irgendwie schade, denn irgendwas müssen die Werke der Autorin ja an sich haben, dass so viele Leser daran gefallen finden. Vielleicht kann mich ja irgendwann in ferner Zukunft ein älteres Buch begeistern.



Es fällt mir schwer es zu sagen, aber Cecelia Ahern und ich werden keine Freunde. „Der Glasmurmelsammler“ beginnt recht spannend und lebendig, verliert sich aber nach und nach in einer tristen und zähen Handlung.  Eine farblose Protagonisten ist dabei auch nicht sehr hilfreich. Dank des angenehmen Schreibstil und den zwei Handlungssträngen, die ich immer sehr gerne lese, kann das Buch jedoch ein paar Punkte gut machen.


Von mir gibt es


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