Oppermann, Lea-Lina – Was wir dachten, was wir taten

Stellt euch vor, ihr sitzt im Matheunterricht und seid gerade dabei eine Klausur zu schreiben. Plötzlich schrillt der Alarm und es ertönt eine Durchsage: Amok-Warnung! Das passiert Fiona, Mark und Herrn Filler, den drei Protagonisten in “Was wir dachten, was wir taten”. Als sich der Amokläufer auch noch Zutritt zu ihrem Klassenzimmer verschafft, scheint alles vorbei zu sein. Jedoch hat die vermummte Person noch etwas anderes vor. Ein perfides Spielchen und eine nervenaufreibende Zeit beginnt. Denn die Schüler müssen Aufgaben erfüllen, die viele üble Wahrheiten ans Licht bringen werden. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, aber es stellt sich auch die Frage, wer hinter der Maske steckt. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es kein Unbekannter sein kann. Am Ende führt die Wahrheit dazu, dass es kein zurück mehr gibt.

Als ich das Buch entdeckte, habe ich mich dazu entschlossen, es als Hörbuch zu hören. Ich stellte es mir spannend vor, dass die drei Protagonisten von drei verschiedenen Sprechern gesprochen werden. An sich war dies eine gute Entscheidung, wobei ich jedoch mancher Stimme nicht so gerne gelauscht habe.

Die Autorin Lea-Lina Oppermann schuf eine mitreißende  und nervenaufreibende Geschichte. Die Spannung und die Ängste, die in der Luft lagen, konnte man auch beim Hören jede Sekunde spüren. Das Thema Amoklauf war mir literarisch noch nicht so geläufig, aber es wurde sehr gut umgesetzt. Das lag in meinen Augen auch daran, dass hier aus drei verschiedenen Sichten erzählt wurde. Der ständige Sichtwechsel erzeugt eine gute Spannung, so dass man stets am Ball bleiben möchte.

“Was wir dachten, was wir taten” ist als Hörbuch ein gelungenes Kammerspiel mit Sprechern, die ihre Rolle gut umgesetzt haben, deren Stimmen mir jedoch nicht immer gefielen. An manchen Stellen hätte ich mir gerne mehr Emotionen, mehr Ausdruck gewünscht. Ansonsten ist es den Dreien sehr gut gelungen, mich zu fesseln und die Atmoshäre richtig zu transportieren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte sowohl als Buch als auch als Hörbuch sein Ziel nicht verfehlen wird. Ich kann aber sagen, dass der Autorin eine vielschichtige und teilweise auch sehr beklemmende Geschichte gelungen ist. Ein Jugendbuch mit einem ganz anderen Thema, welches im Alltag relativ vorkommt, aber trotz allem viel zu oft geschieht. Gerne mehr davon!

skala 4

 


Lea-Lina Oppermann – Was wir dachten, was wir taten
gelesen von Birte Schnöink, Sebastian Rudolph, Julian Greis

Was wir dachten, was wir taten

  • ISBN: 978-3-945709-52-8
  • Dauer: 5h 30 Minuten
  • Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
  • Verlag: Hörcompany / Beltz & Gelberg (Buch)
  • Preis: 14,95€

Verlagsseite des Hörbuchs

 

Eingesperrt im Klassenzimmer Matheklausur! Plötzlich dringt eine maskierte Person ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, blinder Opportunismus, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung, und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Ein packend komponiertes psychologisches Kammerspiel! … Quelle: Hörcompany

 

 

Danke für's hier verweilen und teilen Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on Pinterest

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.