[Lauschangriff] Asher, Jay – Wir beide irgendwann

Quelle: Randomhouse

Jay Asher & Carolyn Mackler – Wir beide irgendwann
aus dem Amerikanischen von Knut Krüger
  | ISBN: 978-384-150444-9 | Dauer:5h 24 Min | Sprecher: Kostja Ullmann & Judith Hoersch | Originaltitel: The Future of Us | Preis: 19,99€
Kurzbeschreibung

1996. Josh und Emma sind 16 und beste Freunde. Als Emma ein Computerprogramm geschenkt bekommt, mit dem sie sich ins Internet einloggen kann, gehen die beiden sofort online und finden sich auf iner Seite namens „Facebook“ wieder. Im Jahr 2011. Ihre zukünftigen Ichs posten dort alles über ihr Leben – doch das sieht ziemlich anders aus, als sich Josh und Emma das vorgestellt hatten: Emmas Zukünftiger wird ihr nur Kummer bringen? Und der unscheinbare Josh heiratet das hübscheste Mädchen der Schule? Doch wie sich herausstellt, steht noch lange nichts fest: Jedes Mal, wenn die beiden ihre Profile öffnen, hat sich in der Zukunft etwas verändert. Plötzlich wird ihnen klar, dass jede Entscheidung, die sie in der Gegenwart treffen, Folgen für ihr späteres Leben hat …
Quelle: Randomhouse
 

Autor

Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers „Tote Mädchen lügen nicht“, der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Er lebt in Kalifornien. Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde.
„Wir beide, irgendwann“, ist der erste Roman, den die beiden gemeinsam verfasst haben.

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Sprecher

Kostja Ullmann, geboren 1984 in Hamburg, spielte bereits mit elf Jahren am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Es folgten zahlreiche Auftritte in Fernsehserien, u. a. in Alphateam, Stubbe – Von Fall zu Fall, Soko Leipzig und Tatort. Im Kino war er etwa in Sommersturm (2003), Stellungswechsel (2007) oder Groupies bleiben nicht zum Frühstück (2010) zu sehen.  
Judith Hoersch, Jahrgang 1981, ist Schauspielerin, Sängerin und Synchronsprecherin. Nach Engagements an verschiedenen Bühnen war sie in den letzten Jahren vor allem im TV und im Kino zu sehen, u. a. im Tatort und SOKO. Mit ihrer jugendlichen, fein-rauchigen Stimme sorgt sie im Hörbuch für einen unverwechselbaren Ton.
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Meine Meinung

Stellt euch mal vor, ihr könntet in eure Zukunft blicken? Würdet ihr etwas verändern, wenn ihr erkennt, dass eure Zukunft nicht ganz so rosig aussieht wie erhofft?
Als Emma sich in ihr neues Computerprogramm “AOL” einloggt, staunt sie nicht schlecht, als sie bei diesem seltsamen Facebook ihr zukünftiges Ich entdeckt. Was dort steht ist Emma nicht ganz so geheuer und sie glaubt zunächst, das ihr PC ein Virus inne hat oder ihr bester Freund Josh ihr einen Streich spielt. 
Aber nein… Emma versteht schnell, dass das, was bei Facebook geschrieben steht, ihr Leben in 15 Jahren ist. Aber ist sie glücklich? Anscheinend nicht. Und damit gibt sich Emma nicht zufrieden. Wie kann es sein, dass sie einen Partner hat, der mit ihr nichts mehr zu tun haben möchte? Und was ist mit Josh, wie kommt er an das hübscheste Mädchen in der Schule ran? 
Emma verändert kleine Dinge und sieht die Folgen in der Zukunft. Aber ist es so gut, dies zu tun? Oder ist das was bei Facebook geschrieben steht, vielleicht noch gar nicht fix und ihr Leben liegt noch offen vor ihr?
Mit Emma wurde ich nicht so warm. Sie ist kein schlechter Mensch, aber ihre “Jagd” nach dem perfekten Leben in 15 Jahren ging mir auf die Nerven. Irgendwie war sie mit nichts zufrieden und wollte immer nur das Beste und den Besten an ihrer Seite haben. Als sie irgendwann versteht, dies aber recht spät, dass sie ihre Zukunft so akzeptieren muss, wie sie ist bzw. wie sie sein wird, ging es dann.
Josh dagegen ist ein toller Charakter, den ich sofort ins Herz schloss. Er ist so unspektakulär normal und sympathisch. Seine Freundschaft zu Emma hat etwas gelitten und dies zeigt sich anfangs auch in seinem Verhalten ihr gegenüber. Natürlich ist er auch neugierig und will wissen, was mit ihm in 15 Jahren geschieht, aber er sieht alles viel realistischer. Ich mochte ihn sehr und fand es gut, wie er Emma des öfteren in die Realität zurückholte.
Bei beiden Sprechern hätte ich mir zeitweise gerne mehr Emotionalität gewünscht. Besonders Judith Hoersch fand ich nicht immer gelungen in ihrer Interpretation von Emma. Aber sie haben ihren Job nichtsdestotrotz gut gemacht. Nur manchmal halt etwas eintönig.
  
Nachdem ich bereits “Tote Mädchen lügen nicht” von Jay Asher gelauscht habe, nahm ich ein weiteres Buch von ihm in Angriff. Diese doch recht süße Jugendgeschichte klang toll. Jay Asher konnte mich auch hier mit seiner sehr schönen Art Geschichten zu erfinden und Leben in seine Charaktere einzuhauchen, überzeugen. Die Handlung ist romantisch und auch jugendlich locker. Ich fühlte mich selbst 20 Jahre zurückversetzt und musste erschreckend erkennen, wie alt ich doch schon bin. Die Technik von 1996 ist mir noch sehr geläufig und ich fand es spannend, wieder in diese alte Zeit einzutauchen. Von wegen Erinnerungen an die Jugend und so… Einfach herrlich!
Fazit

Will ich wissen, was mit mir in 15 Jahren passiert? Nee… Aber Emma will! Gemeinsam mit ihrem Freund Josh wurde sie von Jay Asher auf einen Blick in ihre Zukunft eingeladen. Mit offenem Ende… Wäre ich mit ihr warm geworden, hätte dieses Buch volle Punktzahl ergattern können. Aber auch die Sprecher konnten mich nicht immer ganz erreichen. Die Geschichte an sich ist romantisch und jugendlich süß. Der Autor versteht es seine Leser mitzunehmen und einfach schöne Geschichten zu schreiben.

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