Oppermann, Lea-Lina – Was wir dachten, was wir taten

Stellt euch vor, ihr sitzt im Matheunterricht und seid gerade dabei eine Klausur zu schreiben. Plötzlich schrillt der Alarm und es ertönt eine Durchsage: Amok-Warnung! Das passiert Fiona, Mark und Herrn Filler, den drei Protagonisten in „Was wir dachten, was wir taten“. Als sich der Amokläufer auch noch Zutritt zu ihrem Klassenzimmer verschafft, scheint alles vorbei zu sein. Jedoch hat die vermummte Person noch etwas anderes vor. Ein perfides Spielchen und eine nervenaufreibende Zeit beginnt. Denn die Schüler müssen Aufgaben erfüllen, die viele üble Wahrheiten ans Licht bringen werden. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, aber es stellt sich auch die Frage, wer hinter der Maske steckt. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es kein Unbekannter sein kann. Am Ende führt die Wahrheit dazu, dass es kein zurück mehr gibt.

Als ich das Buch entdeckte, habe ich mich dazu entschlossen, es als Hörbuch zu hören. Ich stellte es mir spannend vor, dass die drei Protagonisten von drei verschiedenen Sprechern gesprochen werden. An sich war dies eine gute Entscheidung, wobei ich jedoch mancher Stimme nicht so gerne gelauscht habe.

Die Autorin Lea-Lina Oppermann schuf eine mitreißende  und nervenaufreibende Geschichte. Die Spannung und die Ängste, die in der Luft lagen, konnte man auch beim Hören jede Sekunde spüren. Das Thema Amoklauf war mir literarisch noch nicht so geläufig, aber es wurde sehr gut umgesetzt. Das lag in meinen Augen auch daran, dass hier aus drei verschiedenen Sichten erzählt wurde. Der ständige Sichtwechsel erzeugt eine gute Spannung, so dass man stets am Ball bleiben möchte.

„Was wir dachten, was wir taten“ ist als Hörbuch ein gelungenes Kammerspiel mit Sprechern, die ihre Rolle gut umgesetzt haben, deren Stimmen mir jedoch nicht immer gefielen. An manchen Stellen hätte ich mir gerne mehr Emotionen, mehr Ausdruck gewünscht. Ansonsten ist es den Dreien sehr gut gelungen, mich zu fesseln und die Atmoshäre richtig zu transportieren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Geschichte sowohl als Buch als auch als Hörbuch sein Ziel nicht verfehlen wird. Ich kann aber sagen, dass der Autorin eine vielschichtige und teilweise auch sehr beklemmende Geschichte gelungen ist. Ein Jugendbuch mit einem ganz anderen Thema, welches im Alltag relativ vorkommt, aber trotz allem viel zu oft geschieht. Gerne mehr davon!

skala 4

 


Lea-Lina Oppermann – Was wir dachten, was wir taten
gelesen von Birte Schnöink, Sebastian Rudolph, Julian Greis

Was wir dachten, was wir taten

  • ISBN: 978-3-945709-52-8
  • Dauer: 5h 30 Minuten
  • Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
  • Verlag: Hörcompany / Beltz & Gelberg (Buch)
  • Preis: 14,95€

Verlagsseite des Hörbuchs

 

Eingesperrt im Klassenzimmer Matheklausur! Plötzlich dringt eine maskierte Person ins Klassenzimmer ein und diktiert mit geladener Pistole Aufgaben, die erbarmungslos die Geheimnisse aller an die Oberfläche zerren. Arroganz, Diebstähle, blinder Opportunismus, Lügen – hinter sorgsam gepflegten Fassaden tun sich persönliche Abgründe auf. Fiona ringt fassungslos mit ihrer Handlungsunfähigkeit, Mark verspürt Genugtuung, und Herr Filler schwankt zwischen Aggression und Passivität. Als sie den Angreifer enttarnen, sind die Grenzen der Normalität so weit überschritten, dass es für niemanden mehr ein Zurück gibt. Ein packend komponiertes psychologisches Kammerspiel! … Quelle: Hörcompany

 

 

Hi und ein herzliches Moin aus der Lüneburger Heide, Ich heiße Caro, bin 38 Jahre jung und blogge seit 2014 auf Bücherwanderin. Hier findet ihr Rezensionen zu Jugendbüchern, NewAdult-Geschichten und Romane fürs Herz. Aber auch Hörbücher müssen sich im Lauschangriff meiner Kritik stellen.

Webster, Jean – Lieber Daddy Long Legs

Nach beinahe 18 Jahren bekommt die Waise Judy Abbott die Chance auf ein Studium. Ein reicher Herr will ihre Bildung sponsern. So geht das Mädchen ans College und stürzt sich in ein Leben außerhalb des Waisenhauses, dass ihr bisheriges Leben so geprägt hat. Den einzigen „Dank“, den der großzügige Sponsor „Mr. Smith“ haben will, sind monatliche Briefe über die Fortschritte von Judy. So entspinnt sich eine doch recht einseitige Korrespondenz, zwischen dem Herren, den Judy liebevoll „Lieber Daddy Long Legs“ nennt und mit dem die junge Frau all ihre Erlebnisse teilt. Besonders ihre Treffen mit einem gewissen Jervis Pendleton hinterlassen einen Eindruck.

Judy Abbott ist toll.

Sie geht mit offenen Augen durch die Welt und durch ihr Leben. Sie hatte keine schöne Kindheit. Aber die junge Frau hat ihren Sinn für Humor und ihren Lebensmut nicht verloren. Das macht Judy in meinen Augen sehr sympathisch. Wie sie in ihren Briefen mit dem ominösen „Mr. Smith“ korrenspondiert ist keck und zu ihrer Zeit auch sehr mutig.

Erste Versuche sich aufzulehnen, weil ihre Pläne durchschritten werden, zeigen, dass sich Judy nicht von Titel, Geld oder ähnliches blenden lässt. Mir gefiel besonders wie detailiert und klug sie ihre Umgebung und die anderen Menschen wahrnahm. Judys Humor ist sehr erhellend, und das trotz ihres bisherigen tristen Lebens.

Jean Webster war wohl ihrer Zeit voraus.

Dieser Roman ist so wunderbar erzählt, so locker und auch so charmant, dass einem auch in der heutigen Zeit das (Leser-) Herz aufgeht. Er erwärmte mein Herz und ist in meinen Augen was ganz besonderes. Ein feiner Sinn für Humor zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung, der sehr erhellend ist.

„Lieber Daddy Long Legs“ ist zeitlos, aber man spürt trotzdem den Charme des Beginns des 20. Jhd. Mit diesem Buch hat der Königskinder Verlag mal wieder ein güldenes Händchen bewiesen und einen Schatz ausgegraben, der seines Gleichen sucht. Ich werde das Buch mit Sicherheit eines Tages nochmal lesen und bin mir sicher, dass es auch dann ein Highlight sein wird.


Jean Webster – Lieber Daddy Long Legs
aus dem Amerikanischen von Ingo Herzke

Lieber Daddy Long Legs

  • ISBN: 978-3-551-56044-5
  • Seiten: 304
  • Erscheinungsdatum: 29. September 2017
  • Verlag: Königskinder
  • Format: gebundene Ausgabe
  • Preis:18,99€

Verlagsseite des Buches

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton. … Quelle: Carlsen

Lilley, R. K. – Love is War 1 – Verlangen

Love is war R. K. Lilley

Derzeit liegt mir das Genre New Adult bzw. Erotik nicht so wirklich. Mit „Love is War“ von R. K. Lilley wollte ich mich mal wieder gut unterhalten wissen und dem Genre eine Chance geben. Doch weder die Handlung noch die Charaktere konnten mich wirklich überzeugen.

Scarlett und Dante hassen und lieben sich. Als die beiden sich nach Jahren wieder im Flugzeug begegnen, glaubt Scarlett, dass er nur da ist, um sie weiter zu ärgern, um sie weiter zu zerstören. Aber das ist nicht Dantes Ziel. Diesmal ist er aufgetaucht, um ihr zu sagen, dass seine Großmutter gestorben ist. Scarlett ist am Boden zerstört, war diese Frau doch mit der einzige Mensch, der in der Vergangenheit zu ihr Stand. Nur Dante gehörte ebenfalls dazu. Er war ihr einziger und bester Freund, obwohl Welten zwischen den beiden lagen. Er der reiche Junge, der alles hat und trotzdem eine Freundschaft eingeht, mit dem armen Mädchen eingeht, welches von anderen fertig gemacht und „Müllmädchen“ genannt wird. Doch scheinbar ist irgendetwas vorgefallen, dass ihre Liebe zu Hass hat werden lassen, die die beiden ihr ganzes Leben begleiten wird.

Ich hatte sowohl mit Scarlett als auch Dante meine Probleme. Aber besonders mit Scarlett. Mir war klar, dass sie eine Art Schutzwall um sich aufgebaut hat. Aber sie wandert dermaßen abgehoben und arrogant durch die Welt, dass ich schon auf den ersten Seiten versucht war, das Buch beiseite zu legen. Nicht nur, dass sie ständig von ihre „geilen“ Figur spricht, was für tolle sexy Kleidung sie trägt oder was bzw. wen sie alles haben kann. Ihr andauerndes Gerede davon, dass sie Dante so sehr hasst, dass sie ihn zerstören will, nervte mich auf Dauer. Es musste nicht ständig erwähnt werden. Denn Vogel abgeschossen hat sie in meinen Augen, als sie auf der Beerdigung besagter Großmutter, die sie ja so sehr geliebt hat, in einem hautengen Etwas auftauchte, um andere zu beweisen, was für eine starke Persönlichkeit sie geworden ist. Für mich ist dieses Verhalten inakzeptabel, ungeachtet ihrer Vergangenheit.

Zwar war es mal erfrischend, dass die Protagonisten nicht das duckmäuserische Mauerblümchen war, aber hier war es mir einfach zu viel des Guten. Positiv zu erwähnen ist der Schreibstil der Autorin, der mich doch relativ schnell durchs Buch fliegen lies. R. K. Lilley schuf mit „Love is war“ mal ein relativ neues Setting und spielte mit zwei starken Emotionen.

Liebe und Hass sind mit die stärksten Gefühle, die ein Mensch entwickeln kann. Bei Dante und Scarlett sind diese Gefühle so stark, dass sie sich sogar gegenseitig zerstören wollen. Die Geschichte der beiden klang interessant und durch die Rückblende bekam man eine gute Einsicht in die Geschehenisse und verstand so manchen Charakterzug. Aber es brachte mir die Protagonisten trotzdem nicht näher. Alles in allem war es eine solide Geschichte, mehr aber auch nicht. Eine weniger anstrengende und arrogante Protagonistin hätte mir wahrscheinlich mehr Spaß beim Lesen gemacht. So kann ich das Buch leider nicht besser bewerten.

skala 2

 


 R. K. Lilley – Love is war 1 – Verlangen
aus dem Amerikanischen von Sonja Häußler

Love is War - Verlangen von R. K. Lilley
Quelle: Randomhouse
  • ISBN: 978-3-453-58055-8
  • Seiten: 352
  • Erscheinungsdatum: 19. Juni 2017
  • Verlag: Heyne
  • Preis: 12,99€

Verlagsseite des Buches

Scarlett hatte schon immer große Träume. Ihr Ziel war Hollywood. Aber in ihren wildesten Träumen hätte sie sich nicht ausgemalt, dass sie mit 28 Jahren pleite sein und in 10.000 Meter Höhe Drinks servieren würde. Sie war nichts als eine bessere Kellnerin über den Wolken. Und eines Tages saß er da, durchbohrte sie mit seinem heißen Blick und bestellte einen Gin Tonic. Es war Jahre her, seit sie ihn gesehen, seit er sie geliebt hatte. Dante wollte sie. Wieder. Und sie ihn. Sie würde mitspielen … aber dieses Mal war er an der Reihe. Sie würde IHN brechen. Denn letzten Endes ist Liebe Krieg. … Quelle: Randomhouse
Hi und ein herzliches Moin aus der Lüneburger Heide, Ich heiße Caro, bin 38 Jahre jung und blogge seit 2014 auf Bücherwanderin. Hier findet ihr Rezensionen zu Jugendbüchern, NewAdult-Geschichten und Romane fürs Herz. Aber auch Hörbücher müssen sich im Lauschangriff meiner Kritik stellen.

Nelson, Jandy – Ich gebe dir die Sonne

Ich gebe dir die Sonne

Jude und Noah sind Zwillinge, die nicht gegensätzlicher sein können. Sie die Extrovertierte, der Wildfang, der immer auf ein Abenteuer aus ist. Noah, der in sich gekehrt ist, sich in seiner Kunst verliert und der verliebt ist in den Nachbarsjungen. Die beiden waren bis vor ein paar Jahren trotz aller Gegensetzlichkeiten unzertrennlich. Aber etwas ist passiert, dass die beiden auseinander getrieben hat. In „Ich gebe dir die Sonne“ erfahren wir die Geschichte.

Jandy Nelsons Werk stand schon seit Monaten im Regal. Ich gebe es zu, dass ich es auch zeitweise vergessen habe. Nun ergab sich die Gelegenheit das Buch zu lesen. Nach anfänglicher Euphorie muss ich aber leider sagen, dass mich das Buch doch ein wenig enttäuscht hat. Zwar konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil, der sehr sprachgewaltig ist, zu Beginn für sich gewinnen. Aber mit der Zeit verliert die Geschichte für mich an Spannung und dadurch auch an Qualität.

Jude und Noah sind zwei Charaktere, mit denen ich nicht wirklich warm wurde. Noah ist von Beginn an introvertiert. Seine Liebe für die Kunst und für den Nachbarsjungen zeigen, dass er Gefühle hat. Aber für mich waren diese absolut nicht greifbar. Ich kann mir nicht helfen, aber an manchen Stellen empfand ich den Jungen auch etwas gruselig. Jude, die junge Wilde, die nach dem prägenden Ereignis eine 180-Wendung bei ihrem Charakter eingelegt hat, fand ich an manchen Stellen überdreht und mich störte es, dass sie sich nicht mehr für ihren Bruder eingesetzt hat. Besonders weil ihre „Freunde“ den Jungen gemobbt haben.

Geschickt versucht die Autorin die Fäden von Beginn an miteinander zu verweben. Erst langsam wird einem beim Lesen klar, was geschehen ist. Warum Jude und Noah so auseinandergedriftet sind. Aber für mich war die Handlung an vielen Stellen auch zu verworren, was mir den Spaß nahm. Die Begeisterung die am Anfang wegen dem Schreibstil empfand, versiechte langsam in Langeweile. Vielleicht war mir die Art des Erzählens irgendwann zu anstregend, aber ich war letztendlich froh, als ich das Buch beendet hatte. Vom Klappentext her habe ich mehr erwartet und auch der anfängliche begeisternde Schreibstil machte mir Mut. Dennoch konnte mich „Ich gebe dir die Sonne“ nur mäßig begeistern, da es für mich einfach müßig zu lesen war.

skala 3


Jandy Nelson – Ich gebe dir die Sonne
aus dem Amerikanischen von Catrin Fischer

Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson
Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson
  • ISBN: 978-3-570-16459-4
  • Seiten: 480
  • Erscheinungsdatum: 21. November 2016
  • Verlag: cbt
  • Preis: 17,99€

Verlagsseite des Buches

 

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler … Quelle: Randomhouse
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Baxter, Amy – Hold on to you (San Francisco Ink 4)

Amy Baxter - Hold on to you

Kyle und Peg haben eine Vorgeschichte. Keine wirklich erfreuliche Vorgeschichte. Peg wurde enorm verletzt und hatte auch nicht vor, ihren Peinigern aus der Schulzeit wieder einen Platz in ihrem Leben zu überlassen. Nach vielen Jahren laufen sich Kyle und Peg wieder über den Weg. Zunächst scheint es ein einmaliger Zufall zu sein. Aber wie heißt es so schön: Es gibt keine Zufälle! Kyle stürzt Peg in einen Kampf zwischen Selbstschutz und Gefühlschaos. Sie hat es nicht leicht, denn ihre Gedanken sind oft bei ihre Mutter, die gegen eine schwere Krankheit ankämpfen muss.

Andrea Bielfeldt bzw. ihr Alter Ego Amy Baxter ist für mich stets ein Garant dafür gewesen, dass sie fesselnde aber auch berührende Geschichten schrieb. Nachdem ich nun schon die ersten drei Bücher der „San-Francisco-Ink-Reihe“ weggesuchtet hatte, durfte ich mich auf das Vorablesen des 4. Bandes freuen. Und was soll ich sagen? Mit „Hold on to you“ brachte es die Autorin fertig, sich selbst zu übertreffen.

Die Geschichte bietet alles was das Leserherz begehrt. Ob tiefe Gefühle, ganz viel Freundschaft, reife Charaktere oder das gewisse Prickeln. Ich konnte vollkommen in die Handlung versinken und war auch noch Tage danach von den Emotionen gefangen.

Peg ist ein ganz wundervoller Mensch, die trotz der schlechten Erfahrungen mit ihren Schulkameraden, offen durchs Leben geht. Sie hat sich in den letzten Jahren zu einen starken Menschen entwickelt. Ihr Umgang mit Kyle zeigt dies an vielen Stellen. Sie lässt sich nicht einlullen und geht sehr vorsichtig mit ihren Gefühlen um. Was ich besonders toll an ihr fand, dass sie kein Drama macht. Das zeigt sie gerade in einer Szene am Ende sehr deutlich. Das machte Peg in meinen Augen gleich noch sympathischer.

Bei Kyle war ich am Anfang nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Aber auch er zeigt im Laufe der Handlung sein „wahres“ Ich. Am Ende mochte ich ihn sehr. Er befreit sich von einigen belastenden Ketten und geht mit vielen Dingen sehr erwachsen um.

Kaum zu glauben, dass Amy Baxter sich noch steigern kann. Haben mich doch schon ihre anderen Werke die Zeit vergessen lassen. Aber „Hold on to you“ ist ein berührendes und mitreißendes Buch, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern konnte. Bei dieser Qualität freue ich mich schon jetzt auf den nächsten Band. Auf den bin ich besonders gespannt, da dieser einen Charakter behandeln wird, der mir bei meiner ersten Begegnung nicht so gefallen hat. Aber ich vertraue der Autorin, dass sie mich eines besseren belehren wird.

Skala 5

 

Meine Rezension zu  Never before you (San Francisco 1)

Meine Rezension zu Forever next to you (San Francisco 3)


Amy Baxter – Hold on to you – Kyle & Peg (San Francisco Ink 4)

Hold on to you von Amy Baxter
Quelle: Bastei Lübbe
  • ISBN: 978-3-7325-5214-6 (Ebook)
  • Seiten: 326
  • Erscheinungsdatum: 15. September 2017
  • Verlag: BEheartbeat
  • Preis: 6,99€ (Ebook)

Verlagsseite des Buches

 

Sieben Jahre hat sie ihn nicht gesehen. Kyle. Den Exfreund ihrer Schwester und Albtraum ihrer Schulzeit. In einer Disco steht er plötzlich vor ihr. Und jetzt, ohne Babyspeck und Zahnspange, dafür mit Kurven und kunstvollen Tattoos unter der Haut, erregt Peg endlich seine Aufmerksamkeit. Aber Kyles Charme und gutes Aussehen können die Verletzungen von damals nicht ungeschehen machen. Peg hat zudem ganz andere Sorgen – die Krankheit ihrer Mutter, unbezahlte Rechnungen… Doch wie heißt es so schön? Die Vergangenheit holt dich immer ein. Manchmal früher als gehofft. Und manchmal verspricht ein Mann die Rettung, den du nie wiedersehen wolltest… Quelle: Bastei Lübbe
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Baxter, Amy – Forever next to you (San Francisco Ink 3)

Forever next to you

Ein zufälliges Treffen, ein One Night Stand und dann war alles wieder vorbei. Zumindest haben es Eric und Joyce so geplant. Aber anscheinend hat das Schicksal etwas anderes mit den beiden vor. Im Skinneedles begegnen sich Eric und Joyce einige Wochen später wieder. Nichts mit aus den Augen – aus dem Sinn. Fortan müssen sich die beiden als Kollegen arrangieren und mit ihren immer wieder aufkeimenden Gefühlen klarkommen. Aber das ist gar nicht so einfach, denn einige Missverständnisse erschweren ihnen das Leben.

Joyce hatte bisher kein besonders schönes Leben und musste sich vieles hart erarbeiten. Das hat sie abgehärtet und dazu geführt, dass sie eine Mauer zum Schutz vor Gefühlen um sich aufgebaut hat. Sie verliert sich in ihre Arbeit als Künstlerin und lernt dabei zufällig auch Jake, den Boss des Skinneedles kennen. Das ihr Eric, der One Night Stand, wieder über den Weg läuft, hat sie nicht erwartet. Er stürzt sie in ein Gefühlschaos, gegen dass sie sich nur mit hohen Mauern schützen kann.

Eric ist Tätowierer und wurde von Jake angeworben. Er lässt sein altes Leben, seinen alten Job und seine Band in L. A. hinter sich und fängt im Skinneedles seine neue Stelle an. Nie hätte er gedacht, dass er Joyce wiedersieht. Nie hätte er gedacht, dass dieses Wiedersehen so viel in ihm auslöst. Joyce ist die Frau, die an Erics Grundprizipien kratzt. Sie ist die Frau, an die er ständig denken muss. Aber kann er ihre Mauern durchstoßen?

Schon Band 1 der „San Francisco Ink“-Reihe konnte mich restlos begeistern. Meine Rezension dazu findet ihr hier. Ich liebe den Schreib- und Erzählstil von Amy Baxter  bzw. Andrea Bielfeldt. Auch mit „Forever next to you“ hat sie ein tolles Buch mit starken Typen und sympathischen Charakteren geschaffen. Sie verpackt tiefe Gefühle in eine spannende Handlung und weiß auch das richtige Kribbeln überzeugend an die Leser zu bringen. Für mich ist ein Garant für Lesespaß auch die Playlist, die besonders in dieser Reihe eine große Rolle spielt. Die Autorin und ich teilen in vielen Dingen den gleichen Musikgeschmack, deshalb kann ich beim Lesen mit der passenden Musik so richtig in die Handlung versinken.

„Forever next to you“ sehe ich nochmal als Steigerung zu Band 1 und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzungen. Amy Baxter weiß, was sie ihren Lesern bieten muss, damit sie ihre Werke lesen. Und wer diese Erfahrung noch nicht hat machen können, sollte schnellstmöglich nach San Francisco ins Skinneedles reisen, um all die tollen Typen und deren Geschichten kennenzulernen.

Skala 5


Amy Baxter – Forever next to you – Eric & Joyce (San Francisco Ink 3)

Forever next to you von Amy Baxter
Quelle: Bastei Lübbe
  • ISBN: 978-3-7325-4470-7 (Ebook)
  • Seiten: 306
  • Erscheinungsdatum: 13. Juni 2017
  • Verlag: BEheartbeat
  • Preis: 6,99€ (Ebook)

Verlagsseite des Buches

Eine Nacht ist nicht genug. Es war nur ein One-Night-Stand. Noch nicht mal: eine schnelle Nummer nach einem Konzert. Zugegeben, die unvergesslichste Nummer ihres Lebens. Nie hätte Joyce gedacht, dass sie ihn so bald wiedersieht. Eric. Ausgerechnet bei ihrem neuen Auftraggeber. Denn Eric ist Tätowierer, genau wie Jake, in dessen neuem Studio in San Francisco sie zwei riesige Wandbilder malen soll. Und als wäre die Situation nicht unangenehm genug, lässt Eric keine Möglichkeit unversucht, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen… Die Liebesgeschichte von Eric und Joyce ist Teil der San-Francisco-Ink-Reihe, deren Romane jeweils unabhängig voneinander gelesen werden können. Wenn ihr wissen wollt, was genau in der besagten Nacht zwischen Eric und Joyce passiert: In »Simply with you« wird die erste, folgenschwere Begegnung der beiden erzählt. Quelle: Bastei Lübbe
Hi und ein herzliches Moin aus der Lüneburger Heide, Ich heiße Caro, bin 38 Jahre jung und blogge seit 2014 auf Bücherwanderin. Hier findet ihr Rezensionen zu Jugendbüchern, NewAdult-Geschichten und Romane fürs Herz. Aber auch Hörbücher müssen sich im Lauschangriff meiner Kritik stellen.

Russo, Meredith – Als ich Amanda wurde 

Meredith Russo - Als ich Amanda wurde

Früher hieß Amanda Andrew. Doch jetzt nennt man sie Amanda. Sie ist ein hübsches Mädchen, 18 Jahre alt, welches bei Ihrem Dad in Lambertsvielle einen Neuanfang starten will. Was ihr dort begegnet, hätte sie so nicht erwartet: Freundschaft, Dazugehörigkeit und die erste große Liebe. Grant könnte der besondere Junge sein. Jedoch findet Amanda nicht den Mut Grant die volle Wahrheit zu sagen. Ob das gut gehen kann?

Meredith Russo ist ein Transgender und musste selbst jahrelang die Erfarung machen, was es bedeutet nicht gesellschaftskonform zu sein. Mit „Als ich Amanda wurde“ hat sie nicht nur ihre eigene Geschichte verarbeitet, sondern wie ich finde ein berührendes und mutiges Plädoyer geschaffen, jedem Menschen mit Toleranz entgegen zu treten.

Amanda Hardy ist eine besondere junge Frau, die in sich aber nichts besonderes sieht. Sie möchte nur als das gesehen werden, was sie schon ihr ganzes Leben sein wollte. Ein Mädchen.
Ihren Neuanfang geht sie zunächst vorsichtig an und verkörpert für mich auch das einfache und stille Mädchen, das alle gern haben. Sie geht neue Freundschaften ein, verliebt sich und muss ständig mit sich ausmachen, wie ehrlich sie sein kann.

Im Prinzig, wenn man vom ganzen Transgender-Thema absieht, ist dieses Buch ein wunderschönes und leicht geschriebenes Jugendbuch. Es kommt ohne große Dramen aus und besticht durch eine außergewöhnliche Protagonistin, deren Kraft und Stärke ich bewundere. Dreihundert Seiten vergehen wie im Flug und sagen soviel aus. Es war nicht mein erstes Transgender-Buch und wird auch nicht mein letztes sein. Aber die folgenden Bücher werden durchaus mit diesem Werk gemessen. Es ist für mich ein Herzensbuch und sollte auch eures sein.

Fazit
Meredith Russo schrieb mit „Als ich Amanda wurde“ ein berührendes Werk und zeigt wie wichtig es ist, dass man allen Menschen mit Toleranz begegnet. Die Stärke des Buches liegt an der Erzählkraft der Autorin, die den Leser ruhig und besonnen durch die Handlung führt. Dadurch erzeugt sie eine Form der Spannung, durch die man das Buch ungern aus der Hand legen mag. Ein ganz wunderbares und auch behutsames Werk!

 

Skala 5

 


 

 Meredith Russo – Als ich Amanda wurde

aus dem Amerikanischen von Barbara Lehnerer

  • ISBN: 978-3-423-71749-6
  • Seiten: 304
  • Erscheinungsdatum: 08. September 2017
  • Verlag: dtv
  • Preis: 10,95€

Verlagsseite des Buches

Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel … Quelle: dtv
Hi und ein herzliches Moin aus der Lüneburger Heide, Ich heiße Caro, bin 38 Jahre jung und blogge seit 2014 auf Bücherwanderin. Hier findet ihr Rezensionen zu Jugendbüchern, NewAdult-Geschichten und Romane fürs Herz. Aber auch Hörbücher müssen sich im Lauschangriff meiner Kritik stellen.