Die Insel der besonderen Kinder – Eine Film-Rezension

Daten zum Film:
Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for peculiar Children
Buchvorlage: Die Insel der besonderen Kinder
Verleiher: Fox Deutschland
Genre: Abenteuer, Familie, Fantasy
Regie: Tim Burton
Story: Ransom Riggs
Musik: Mathew Margeson, Michael Higham
Cast: Eva Green, Samuel L. Jackson, Asa Butterfield
Laufzeit: 127
FSK: ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum: 06. Oktober 2016
Inhalt:
Seit frühester Kindheit hört Jacob (Asa Butterfield) von seinem Großvater Abraham (Terence Stamp) immer wieder wundervolle und fantasiereiche Geschichten von einer Insel, auf der er sich vor Monstern versteckte und mit Kindern lebte, die alle außergewöhnliche Fähigkeiten besaßen. Als kleiner Junge liebt Jacob diese Geschichten, die er für bare Münze nimmt, später glaubt er seinem Opa jedoch kein Wort mehr. Als der Junge 16 ist, stirbt sein Großvater, scheinbar zerfleischt von einem wilden Tier. Doch Jacob meint, etwas anderes gesehen zu haben und wird neugierig: Er ringt seinen Eltern die Erlaubnis ab, zu der Insel zu reisen, auf der sein Opa zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in einem Waisenhaus wohnte. Das alte Haus in Großbritannien ist längst eine verlassene Ruine, doch Jacob findet Anhaltspunkte dafür, dass die „besonderen Kinder“ aus Abrahams Geschichten noch leben, gut behütet von der resoluten Miss Peregrine (Eva Green) – aber die Gefahr, die Abraham das Leben kostete, ist noch immer nicht gebannt…

Als ich vor mehr als zwei Jahren die Buchreihe von Ransom Riggs entdeckte und den ersten Teil „Die Insel der besonderen Kinder“ las, war ich sofort Feuer und Flamme für diese Geschichte. Das ich da den Film unbedingt sehen musste, steht wohl außer Frage. Dank der Verlagsgruppe DroemerKnaur kam ich in den Genuss von Kino-Freikarten. Ich schnappte mir meine Freundin Ina von Inas little Bakery und wir machten uns auf ins Kino. Ihr Sohn war auch mit von der Partie. Die beiden hatten den „Vorteil“, dass sie das Buch nicht gelesen haben und somit den Film unvoreingenommen genießen konnten. Ich ging da leider schon etwas erwartungsvoller ins Kino. 
Zunächst muss ich die bildliche Umsetzung loben. Tim Burton ist ein Künstler unter den Regisseuren. Seine Filme lösen regelmäßig Entzückungen bei mir aus. Und auch bei diesem Film hat er wieder gezeigt, was für wunderschöne Bildwelten er gestalten kann und hat der Geschichte seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt.
Der Film beginnt wie das Buch mit dem grausamen Tod von Jakobs Großvater. Dabei begegnet Jakob einem Monster und er entdeckt, dass seinem Großvater die Augäpfel fehlen. Jakob merkt schnell, dass an den alten Geschichten von seinem Großvater  was Wahres dran sein muss.
Sein Großvater Abraham hat zur Zeit des zweiten Weltkrieges auf einer kleinen Insel bei Wales in einem Kinderheim gelebt. Dort gab es neben der Kinderheim-Leiterin Miss Peregrine auch die besonderen Kinder. 
Jakob schafft es irgendwie seine Eltern zu überreden, dass er diese besagte Insel besuchen kann. Gemeinsam mit seinem Vater macht er sich auf den Weg dorthin. Bei Erkundungen entdeckt er schnell das mittlerweile völlig zerstörte Kinderheim. Von den besonderen Kindern natürlich keine Spur. Jedoch spürt Jacob schnell, dass da mehr ist und fühlt auch, dass es die besonderen Kinder noch irgendwo geben muss. Durch eine Zeitschleife gelangt der Junge plötzlich in eine andere Zeit und trifft auf Miss Peregrine und ihre Einrichtung. Großvater Abrahams Geschichten waren also wahr…
Leider muss ich sagen, dass mir die inhaltliche Umsetzung nicht ausnahmslos gefallen hat. Einige Dinge wurden vertauscht, andere Dinge wurden hinzugedichtet. Es passte mir nicht alles. Burton bzw. das Drehbuch haben den Film allerdings so ausgelegt, dass er in sich abgeschlossen ist. Daher verstehe ich den Sinn hinter manchen Szenen und Hinzugedichtetem. Gestört hat es mich trotzdem. 😉
Im Grunde genommen bin ich schon etwas enttäuscht von dem Film. Und das ärgert mich total. *lach* Wie gerne hätte ich mich hierfür genauso begeistert, wie für das Buch, aber leider ist es nicht der Fall. Wie gesagt, tolle Bilder, die besonders in 3D klasse wirken, die Wahl der Schauspieler war gut gelungen. Eva Green als Miss Peregrine passt wie die Faust aufs Auge. Aber die Umsetzung passt mir halt nicht hunderprozentig. Daher würde ich den Film lieber den Leuten empfehlen, die das Buch noch nicht gelesen haben.

Blöd, wenn man mit zu hohen Erwartungen in eine Buchverfilmung geht. Ich bin leider nicht vollends überzeugt von „Die Insel der besonderen Kinder“. Abweichungen von der Buchverlage stören mich und da macht auch die Regiearbeit von Tim Burton diese Enttäuschung nicht wett. Für die, die das Buch noch nicht gelesen haben, gibt es eine volle Empfehlung. Allerdings kann ich den Film leider nicht besser bewerten.

Von mir gibt es