Anders, Charlie Jane – Alle Vögel unter dem Himmel

Mit Science-Fiction und Fantasy ist es bei mir so eine Sache. Bücher dieser  beider Genre müssen mich von der ersten Seite an packen können, ansonsten wird das später nichts mehr mit uns. „Alle Vögel unter dem Himmel“ vereint sowohl Sci-Fi- als auch Fantasy-Elemente, und bietet damit für jeden Anhänger etwas. Ich muss aber leider sagen, dass es mir an manchen Stellen etwas zu viel war und mir somit auch die Vorfreude auf das Buch im Nachhinein etwas versäuert wurde.

Patricia und Laurence lernen sich in der achten Klasse ihrer High School kennen. Beides sind Außenseiter und lassen sich von ihren Schulkameraden ordentlich triezen,gehen jedoch  unterschiedlich damit um. Patricia liebt die Natur und fühlt sich auf magische Weise mit ihr verbunden. Sie lässt sich mit Laurence auf einen Deal ein. Da er, laut seiner Eltern mehr an die frische Luft soll, vereinbart er mit Patricia, dass sie für ihn bezüglich seiner außerhäuslichen Aktivitäten bei seinen Eltern lügt. Laurence ist nämlich der totale Technik-Freak und ist auch sonst eher für Indoor-Aktivitäten. Als sich die beiden nach einem Zwischenfall Jahre später wieder sehen, steht die Welt am Rande des Abgrunds. Den mächtige Stürme bedrohen die Menschheit und die Erde. Patricia und Laurence kämpfen auf gegensätzlichen Seiten darum, ihre Sicht der Dinge und damit die Welt zu retten.

Zu Beginn des Buches fand ich die nerdige Atmosphäre toll, die besonders Laurence verbreitet hat. Die Familien von Patricia und Laurence sind beide nicht so der Hit. Er wächst mit Eltern auf, die ihre Ziele aufgegeben haben. Patricias Familie hingegen ist genau das Gegenteil von dem Mädchen. Sie, die sehr intuitiv handelt, wird von Eltern großgezogen, die viel auf ihr Ansehen und ihre Leistung geben. Patricias ältere Schwester ist ein Fiesling sondergleichen und fällt schon auf den ersten Seiten durch besonders ätzende Taten negativ bei mir auf. Auch wenn sie im Laufe der Handlung kluge Ratschläge gibt, fand ich diesen Charakter einfach nur zum Abgewöhnen.

Im Ganzen betrachtet ist dieses Buch eher was für Nerds. Es hatte was von einem Endzeit-Szenario und versprühte den Charme einer Teenager-Hexenserie mit SciFi-Elementen. In meinen Augen hatte es aber einige Längen, weil besonders die Interaktionen zwischen Patricia und Laurence viel Raum einnahmen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr entspannt und flüssig zu lesen. Man spürt beim Lesen schon eine leicht spacige Atmosphäre. Aber mir fehlte der Witz und Humor, den ich irgendwie voher erwartet hatte. Daher denke ich, dass diese Buch wohl eher was für „Spezialisten“ ist, die sich in beiden Genre heimisch fühlen und somit auch was damit anfangen können.

 

Fazit

„Alle Vögel unter dem Himmel“ konnte mich leider nicht so begeistern wie ich zunächst erhofft habe. Eine mir zu nerdige Atmosphäre und wenig Spannung nahm mir den Spaß am Buch. Auch habe ich ein wenig den Humor vermisst, der diesem Endzeit-Szenario gut getan hätte. Die Autorin Charlie Jane Anders verpasste ihrer Geschichte sowohl magische als auch Sci-Fi-Elemente. Mir war es einfach zu viel. Ich denke, dass eine Genrerichtung ausreichend gewesen wären.

 


Quelle: Fischer Verlage

Charlie Jane Anders – Alle Vögel unter dem Himmel
aus dem Amerikanischen von Sophie Zeitz

  • ISBN: 978-3-596-03696-7
  • Seiten: 416
  • Erscheinungsdatum: 23. März 2017
  • Verlag: Fischer TOR
  • Preis: 14,99€

Verlagsseite des Buches

Infos zur Autorin

Caro, 38 Jahre jung und Heilerziehungspflegerin im fortgeschrittenen Stadium. Leseratte, Bücherjunkie und Heavy-Metal-Genießerin
Danke für's hier verweilen und teilen Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on Pinterest

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